Fuchs
Vulpes vulpesSchmale, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen und meist sichtbaren Krallenabdrücken.
Weicher Waldboden, Wildwechsel und Schlammstellen an Pfützen halten Abdrücke besser als jede andere Fläche in Mitteleuropa.
Der Waldboden nimmt Abdrücke gut auf, zeigt sie aber nicht überall. Trockenes Laub gibt fast nichts her, dichte Nadelstreu ebenso wenig. Ergiebig sind die Stellen, an denen nackter, feuchter Boden offen liegt.
Lohnend sind vor allem: die Ränder von Pfützen und Waldwegen, weiche Stellen auf Rückegassen, Uferstreifen an Gräben und Bächen, aufgewühlter Boden nach Forstarbeiten und die schmalen, ausgetretenen Wildwechsel durch das Unterholz.
Der mitteleuropäische Wald ist Lebensraum für fast alle Arten, die auf dieser Seite beschrieben sind. Reh und Wildschwein nutzen ihn ganzjährig, Fuchs und Dachs legen hier ihre Baue an, und wo Wölfe vorkommen, ziehen sie bevorzugt über Forstwege.
Am ergiebigsten sind die Stunden nach einem Regen und die Tage nach frischem Schneefall. Beides setzt die Uhr zurück: Was dann im Boden steht, ist neu. Alte Abdrücke sind an unscharfen Rändern, eingewehtem Material und eingesammeltem Laub zu erkennen.
Im Winter gilt Zurückhaltung. Wildtiere fahren ihren Stoffwechsel herunter, und jede Flucht kostet Reserven, die sie nicht ersetzen können. Wildruhezonen und Wegegebote sind kein Formalismus, sondern genau dafür da.
Schmale, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen und meist sichtbaren Krallenabdrücken.
Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.
Breite, vorn gerundete Schalenabdrücke mit fast immer sichtbaren Afterklauen seitlich dahinter.
Breite, fast rechteckige Pfotenspur mit fünf Zehen und langen, kräftigen Krallenabdrücken.
Große, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen, kräftigem Ballen und meist sichtbaren Krallen.
Schmale, längliche Abdrücke mit vier Zehen, fast immer als Sprungmuster mit den langen Hinterläufen voran.
Große, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.
Große, rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und ohne Krallenabdrücke. Oft breiter als lang.
Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.
Handartige Spur mit fünf langen, gespreizten Zehen. Der Abdruck erinnert an eine kleine Kinderhand.
Lange, schmale Zehen mit deutlichen Krallen. Das Sprungmuster zeigt die Vorderpfoten nebeneinander und endet meist an einem Baum.
Sprungmuster wie beim Feldhasen, nur kleiner. Vier Zehen, sichtbare Krallen und deutlich kürzere Sprungabstände.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Kleine, breite Spur mit fünf gespreizten Zehen und deutlichen Krallen. Der Gang wirkt watschelnd und unregelmäßig.
Schalenspur zwischen Reh und Rothirsch. Vier bis sechs Zentimeter lang, vorn mäßig spitz, mit kräftigeren Schalen als beim Reh.
Fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen, im Abdruck kaum vom Steinmarder zu trennen. Der Lebensraum entscheidet.
Rundliche Katzenspur ohne Krallen, etwas größer als bei der Hauskatze. Am Abdruck allein sind beide nicht sicher zu trennen.
Rundliche Spur mit fünf Zehen und Schwimmhaut zwischen den Zehen. Fast immer unmittelbar am Wasser.
Kleine, rundliche Hundeartigenspur mit vier Zehen und Krallen. Trotz des Namens kein Marder.
Kleine Marderspur mit fünf Zehen, rund drei Zentimeter lang. Kleiner als Stein- und Baummarder, größer als das Hermelin.
Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.
Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.
Kräftiger dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut, sechs bis acht Zentimeter lang. Krähen laufen, sie hüpfen nicht.
Kleiner dreizehiger Abdruck von vier bis fünf Zentimetern. Amseln hüpfen und laufen, das Muster wechselt.
Kräftiger dreizehiger Abdruck mit stumpfen Zehen und kurzer Hinterzehe. Typisch für Hühnervögel der offenen Feldflur.
Schmale, fast parallele Schalen mit scharfen Rändern. Beim Klettern spreizen sie weit auseinander.
Kompakte Schalenspur mit vorn gerundeten Schalen. Wildschaf, in Deutschland nur in eingebürgerten Beständen.
Hundeartigenspur zwischen Fuchs und Wolf. Fünf bis sechs Zentimeter, vier Zehen, Krallen sichtbar.
Die größte Schalenspur Europas. Dreizehn bis sechzehn Zentimeter lang, mit spitz zulaufenden Schalen.
Winzige Abdrücke von ein bis zwei Zentimetern, meist in Sprunggruppen und oft mit Schleifspur des Schwanzes.
Breite, nach außen gedrehte Grabhand mit fünf kräftigen Krallen. Trittsiegel sind an der Oberfläche fast nie zu finden.
Schalenspur zwischen Damhirsch und Rothirsch. Fünf bis sechseinhalb Zentimeter, in Deutschland nur regional.
Sehr große, breite und gerundete Schalenspur. Am Abdruck kaum von einem Hausrind zu unterscheiden.
Sehr großer Abdruck eines Sohlengängers mit fünf Zehen und langen Krallen. Die Hinterpfote erinnert an einen menschlichen Fußabdruck.
Kräftiger Hühnervogelabdruck mit stumpfen Zehen. Im Winter verbreitern Hornstifte an den Zehen die Spur deutlich.
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen, großem Ballen und sichtbaren Krallen. Die Größe sagt wenig, die Rassen sind zu verschieden.
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und großem Ballen, ohne Krallenabdrücke. Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein.
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