Wildschwein
Wildschweinspuren sind breiter, die Schalen vorn gerundet statt spitz, und die Afterklauen drücken fast immer mit ab. Sie stehen dabei seitlich versetzt und außerhalb der Schalenbreite, was beim Reh nicht vorkommt.
Capreolus capreolus
Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.
Eine Rehspur besteht aus zwei länglichen Schalen, die vorn spitz zusammenlaufen. Der Abdruck ist rund dreieinhalb bis viereinhalb Zentimeter lang und dabei auffällig schmal. Aus dieser Kombination entsteht die herzförmige Grundform, die das Reh von allen anderen heimischen Paarhufern unterscheidet.
Entscheidend ist das Verhältnis von Länge zu Breite. Beim Reh ist der Abdruck deutlich länger als breit. Beim Wildschwein ist es umgekehrt, und beim Rothirsch fällt schon die Größe aus dem Rahmen.
Afterklauen hat auch das Reh, sie berühren den Boden aber nur selten. Zeichnen sie sich ab, war der Untergrund sehr weich oder das Tier ist gesprungen. Zwei kleine Punkte hinter den Schalen sind deshalb kein Ausschlusskriterium für das Reh, sie schließen es nur nicht aus.
Rehe nutzen feste Wechsel durch Unterholz und Feldraine. An solchen Stellen liegen Abdrücke oft in Reihe hintereinander. Im Frühjahr schlägt der Bock mit dem Geweih an dünnen Bäumen die Rinde ab. Diese Fegestellen stehen meist an einzelnen Stämmen am Rand einer Fläche und sind ein sicheres Zeichen für Rehwild im Gebiet.
Die Losung besteht aus glänzend schwarzen, länglichen Kötteln, die an einem Ende zugespitzt sind und häufig zu kleinen Haufen zusammenliegen.
Erwachsenes Tier. Kitze hinterlassen deutlich kleinere Abdrücke.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Im ruhigen Schritt setzt das Reh die Hinterschale in den Abdruck der Vorderschale. Bei Flucht springt es, die Schalen spreizen sich, und die Afterklauen drücken mit ein.
Typisches Fährtenbild: Gerade Schrittfährte im Wechsel, bei Flucht Gruppen von vier eng beieinanderliegenden Abdrücken.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Reh verwechselt.
Wildschweinspuren sind breiter, die Schalen vorn gerundet statt spitz, und die Afterklauen drücken fast immer mit ab. Sie stehen dabei seitlich versetzt und außerhalb der Schalenbreite, was beim Reh nicht vorkommt.
Der Rothirsch hinterlässt mit sieben bis neun Zentimetern Länge einen deutlich größeren Abdruck mit kräftigeren, stumpferen Schalen. In Regionen ohne Rotwildvorkommen scheidet er von vornherein aus.
Auf und an Weiden ist Weidevieh die häufigste Erklärung. Schafspuren sind ähnlich groß, die Schalen laufen aber stumpfer aus und wirken hinten breiter. Ein Blick auf Zaun und Weidefläche klärt mehr als der Abdruck selbst.
Spuren vom Reh findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Breite, vorn gerundete Schalenabdrücke mit fast immer sichtbaren Afterklauen seitlich dahinter.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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