So erkennst du die Spur
Eine Fuchsspur ist ein längsovaler Abdruck von vier bis fünfeinhalb Zentimetern Länge mit vier Zehen und einem kleinen dreieckigen Hauptballen. Sie wirkt schmal, fast zusammengezogen. Genau dieser Eindruck trennt sie von der Spur eines Hundes, die bei gleicher Größe runder und breiter ausfällt.
Am verlässlichsten ist die Stellung der Zehen. Die beiden mittleren Zehen des Fuchses stehen so weit vorn, dass sich zwischen ihrem hinteren Rand und dem vorderen Rand der beiden äußeren Zehen eine gerade Linie ziehen lässt, ohne einen Ballen zu schneiden. Bei den meisten Hunden gelingt das nicht. Das Merkmal funktioniert nur bei sauberen Abdrücken auf feuchtem Sand, Schlamm oder festem Schnee.
Krallen zeichnen sich fast immer ab. Sie erscheinen als schmale Striche kurz vor den Zehenballen. Fehlen sie vollständig und ist der Abdruck rundlich, kommt eher eine Katze infrage.
Weitere Zeichen am Fundort
Neben dem Abdruck helfen andere Spuren weiter. Fuchslosung liegt oft betont sichtbar auf erhöhten Stellen wie Steinen, Grasbüscheln oder Wegmitten. Sie ist zugespitzt gedreht und enthält häufig Haare, Federn oder Fruchtkerne. In der Nähe eines Baus finden sich ausgetretene Wechsel, Grabspuren und Reste von Beute.
Der Fuchs lebt heute auch mitten in Städten. Eine schmale Vierzehenspur im Schnee eines Vorgartens ist deshalb kein Sonderfall, sondern ein häufiger Fund.