Fuchs
Vulpes vulpesSchmale, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen und meist sichtbaren Krallenabdrücken.
Pfotenabdrücke zeigen einzelne Zehenballen und einen Hauptballen. Zehenzahl und Krallen trennen Hundeartige, Katzen und Marderartige voneinander.
Eine Pfotenspur besteht aus mehreren getrennten Zehenabdrücken und einem dahinterliegenden Hauptballen. Sie unterscheidet sich damit grundlegend von den zweigeteilten Abdrücken der Paarhufer und von den dünnen Zehenlinien der Vögel.
Drei Merkmale führen bei Pfotenspuren am schnellsten weiter: die Zahl der Zehen, die Sichtbarkeit von Krallen und das Verhältnis von Länge zu Breite.
Die Zehenzahl ist das stärkste Merkmal, weil sie sich nicht mit dem Untergrund ändert, sofern der Abdruck sauber ist.
Vier Zehen zeigen Hundeartige wie Fuchs, Wolf und Haushund, außerdem Katzenartige und die Hasenartigen.
Fünf Zehen zeigen Marderartige einschließlich Dachs, Baum- und Steinmarder, außerdem Waschbär, Igel und die meisten Nagetiere an der Hinterpfote.
Ein Sonderfall ist die Vorderpfote von Hundeartigen: Sie trägt eine fünfte Zehe, die höher an der Innenseite sitzt und den Boden nur in tiefem Schlamm berührt.
Hundeartige und Marderartige können ihre Krallen nicht einziehen. Auf weichem Boden zeichnen sie sich als schmale Striche vor den Zehen ab. Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein, ihr Abdruck bleibt deshalb glatt begrenzt.
Fehlende Krallen sind allerdings nur dann ein Hinweis, wenn der Untergrund weich genug war, sie überhaupt aufzunehmen. Auf hartem Boden fehlen sie bei allen Arten.
Die Grundform trennt Arten, die in Zehenzahl und Krallen übereinstimmen. Die Fuchsspur ist längsoval und wirkt zusammengezogen, die Hundespur bei gleicher Größe runder und breiter. Die Dachsspur ist breiter als lang. Hasenspuren sind auffallend schmal und lang, treten aber ohnehin nur in Sprunggruppen auf.
Schmale, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen und meist sichtbaren Krallenabdrücken.
Breite, fast rechteckige Pfotenspur mit fünf Zehen und langen, kräftigen Krallenabdrücken.
Große, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen, kräftigem Ballen und meist sichtbaren Krallen.
Schmale, längliche Abdrücke mit vier Zehen, fast immer als Sprungmuster mit den langen Hinterläufen voran.
Große, rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und ohne Krallenabdrücke. Oft breiter als lang.
Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.
Handartige Spur mit fünf langen, gespreizten Zehen. Der Abdruck erinnert an eine kleine Kinderhand.
Lange, schmale Zehen mit deutlichen Krallen. Das Sprungmuster zeigt die Vorderpfoten nebeneinander und endet meist an einem Baum.
Sprungmuster wie beim Feldhasen, nur kleiner. Vier Zehen, sichtbare Krallen und deutlich kürzere Sprungabstände.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Kleine, breite Spur mit fünf gespreizten Zehen und deutlichen Krallen. Der Gang wirkt watschelnd und unregelmäßig.
Fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen, im Abdruck kaum vom Steinmarder zu trennen. Der Lebensraum entscheidet.
Rundliche Katzenspur ohne Krallen, etwas größer als bei der Hauskatze. Am Abdruck allein sind beide nicht sicher zu trennen.
Rundliche Spur mit fünf Zehen und Schwimmhaut zwischen den Zehen. Fast immer unmittelbar am Wasser.
Kleine, rundliche Hundeartigenspur mit vier Zehen und Krallen. Trotz des Namens kein Marder.
Kleine Marderspur mit fünf Zehen, rund drei Zentimeter lang. Kleiner als Stein- und Baummarder, größer als das Hermelin.
Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.
Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.
Große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen vier von fünf Zehen. Die äußere Zehe bleibt frei, das trennt sie vom Biber.
Lange, schmale Hinterpfote mit einem Saum aus steifen Haaren statt Schwimmhaut. Fast immer mit Schleifspur des Schwanzes.
Kleine Spur mit langen Zehen und fast immer einer Schleifspur des Schwanzes zwischen den Abdrücken.
Sehr breite, stark behaarte Hinterpfote. Im Schnee entstehen große, unscharfe Abdrücke, die kaum einsinken.
Hundeartigenspur zwischen Fuchs und Wolf. Fünf bis sechs Zentimeter, vier Zehen, Krallen sichtbar.
Winzige Abdrücke von ein bis zwei Zentimetern, meist in Sprunggruppen und oft mit Schleifspur des Schwanzes.
Breite, nach außen gedrehte Grabhand mit fünf kräftigen Krallen. Trittsiegel sind an der Oberfläche fast nie zu finden.
Sehr großer Abdruck eines Sohlengängers mit fünf Zehen und langen Krallen. Die Hinterpfote erinnert an einen menschlichen Fußabdruck.
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen, großem Ballen und sichtbaren Krallen. Die Größe sagt wenig, die Rassen sind zu verschieden.
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und großem Ballen, ohne Krallenabdrücke. Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein.
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