So erkennst du die Spur
Eine Kaninchenspur ist ein Sprungmuster aus vier Abdrücken: zwei längere nebeneinander, dahinter zwei kürzere hintereinander. Es ist dasselbe Muster wie beim Feldhasen, nur in klein. Die Hinterpfote bleibt deutlich unter der des Hasen, und die Sprünge folgen enger aufeinander.
Am einzelnen Abdruck lässt sich die Art nicht sicher trennen, weil beide Arten dieselbe Fußform haben und der Untergrund die Länge stark verändert. Im lockeren Schnee zeichnet sich die ganze Sohle ab, auf festem Boden nur die Zehen.
Weiter hilft der Ort. Wildkaninchen leben in Kolonien und graben Baue mit mehreren Röhren. Feldhasen graben nicht, sie ruhen in einer flachen Mulde im Gelände. Wer eine Sprungfährte findet, die an einem Erdbau endet, hat ein Kaninchen vor sich.
Weitere Zeichen am Fundort
Kaninchenkolonien legen ausgetretene Pfade zwischen Bau und Äsungsfläche an, die sich über Jahre halten. In ihrer Nähe liegen Losungshaufen an festen Stellen, mit kleinen, fast kugeligen Kötteln von rund einem Zentimeter.
An Gehölzen hinterlassen Kaninchen wie Hasen glatte, schräge Schnitte an dünnen Trieben. Verbiss bis in etwa fünfzig Zentimeter Höhe spricht für Kaninchen, höherer Verbiss eher für Hasen oder Rehe.