Feldhase und Wildkaninchen
Beide springen ebenfalls, setzen die Vorderpfoten aber hintereinander in die Laufrichtung. Beim Eichhörnchen stehen sie nebeneinander. Außerdem zeigt die Hinterpfote des Eichhörnchens fünf Zehen, die der Hasenartigen vier.
Sciurus vulgaris
Lange, schmale Zehen mit deutlichen Krallen. Das Sprungmuster zeigt die Vorderpfoten nebeneinander und endet meist an einem Baum.
Eine Eichhörnchenspur erkennst du an zwei Dingen: an den auffällig langen, dünnen Zehen mit deutlichen Krallen und an der Anordnung der Abdrücke. Das Tier bewegt sich am Boden springend, und bei jedem Sprung landen die beiden Hinterpfoten außen und vorn, die beiden Vorderpfoten nebeneinander dahinter.
Genau diese Anordnung trennt es von Hase und Kaninchen. Auch sie springen, setzen die Vorderpfoten aber hintereinander in die Laufrichtung. Steht ein Vorderpfotenpaar nebeneinander, ist das Eichhörnchen die naheliegende Erklärung.
Die Hinterpfote zeigt fünf Zehen, die Vorderpfote vier. Im Schnee ist das gut zu sehen, auf weichem Boden ebenfalls, sobald der Abdruck sauber ausgeprägt ist.
Das Eichhörnchen ist ein tagaktiver Baumbewohner, und der Boden ist für es zweierlei: Weg und Vorratskammer. Beim Queren entsteht eine kurze, gerichtete Fährte von Stamm zu Stamm. Beim Verstecken und Wiederfinden von Vorräten entsteht das Gegenteil, nämlich eine mäandernde Spur mit Grabstellen, die oft zum selben Baum zurückführt. Beide Muster gehören zur Art, und beide enden an einem Stamm.
Ein zweites Muster gehört dazu: Im Herbst vergräbt das Tier Samen, Nüsse und Pilze im Boden, meist in der Nähe von Baumstämmen. Es merkt sich dabei nicht jedes Depot, aber das Gebiet und das Versteckmuster. Im Schnee sieht man das als kleine Grabstellen entlang der Fährte, oft mehrere auf wenigen Metern.
Tagsüber, und damit anders als bei fast allen anderen Arten dieser Seite. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe, und nutzen im Winter meist eine ein- bis zweistündige Aktivitätsphase zur Nahrungssuche. Genau in dieses kurze Fenster fällt alles, was du an einem Wintertag im Schnee findest.
Gesucht wird dort, wo alte Baumbestände und fruchttragende Bäume stehen: Nadel-, Laub- und Mischwälder mit Struktur, dazu Parks und größere Gärten. Der Kobel aus Zweigen, Blättern und Moos hoch im Baum ist das dauerhafteste Zeichen, das die Art hinterlässt.
Die Fährte gibt die Antwort fast von selbst: Sie beginnt oder endet an einem Baumstamm. Eichhörnchen queren offene Flächen nur kurz und wechseln so schnell wie möglich zurück in die Deckung.
Am Fuß des Baumes liegen oft Fraßreste. Ein Fichtenzapfen, von dem die Schuppen sauber abgenagt wurden und der nur noch die Spindel mit einem Schopf am oberen Ende zeigt, ist ein typisches Zeichen. Haselnüsse werden nicht durchgebissen, sondern mit den Nagezähnen geöffnet, sodass ein Loch mit gleichmäßigem Rand entsteht.
Hinterpfote mit fünf Zehen. Die Vorderpfote zeigt vier Zehen und misst rund drei Zentimeter.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Das Eichhörnchen bewegt sich am Boden springend. Die beiden Hinterpfoten landen außen und vorn, die beiden Vorderpfoten nebeneinander dahinter. Zwischen den Gruppen liegen deutliche Lücken.
Typisches Fährtenbild: Vierergruppen mit den beiden größeren Abdrücken vorn und außen, Abstände von rund 30 bis 60 Zentimetern.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Eichhörnchen verwechselt.
Beide springen ebenfalls, setzen die Vorderpfoten aber hintereinander in die Laufrichtung. Beim Eichhörnchen stehen sie nebeneinander. Außerdem zeigt die Hinterpfote des Eichhörnchens fünf Zehen, die der Hasenartigen vier.
Ratten hinterlassen ähnlich lange Zehen, bewegen sich aber meist laufend statt springend und ziehen den Schwanz nach. Eine Schleifspur zwischen den Abdrücken schließt das Eichhörnchen aus.
Spuren vom Eichhörnchen findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Schmale, längliche Abdrücke mit vier Zehen, fast immer als Sprungmuster mit den langen Hinterläufen voran.
Sprungmuster wie beim Feldhasen, nur kleiner. Vier Zehen, sichtbare Krallen und deutlich kürzere Sprungabstände.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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