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Tierspuren auf Wiese und Feld erkennen

In der offenen Flur zeigen sich Spuren vor allem an Ackerrändern, Feldwegen und Grabenkanten, wenn der Boden feucht ist.

Wo in der Feldflur Spuren zu finden sind

Auf kurz gemähter Wiese und in dichtem Bewuchs bleibt fast nichts stehen. Ergiebig ist die offene Flur trotzdem, nur an anderen Stellen: an frisch bestellten Ackerflächen, auf unbefestigten Feldwegen nach Regen, an Grabenkanten, entlang von Feldrainen und an Lücken in Hecken, durch die Wild regelmäßig wechselt.

Schnee verwandelt die Feldflur in die beste Fläche überhaupt. Weil die Sicht weit reicht, lassen sich ganze Fährten über hunderte Meter verfolgen.

Welche Arten hier Spuren hinterlassen

Der Feldhase ist die Leitart der offenen Flur. Dazu kommen Fuchs und Reh, die zwischen Deckung und Nahrungsfläche wechseln, sowie Wildschweine, die auf Äckern nach Nahrung brechen.

Die häufigste Verwechslung

In der Feldflur stammen zweigeteilte Schalenabdrücke häufig nicht von Wild, sondern von Weidevieh. Schafe, Ziegen und Rinder hinterlassen Abdrücke, die auf den ersten Blick an Reh oder Rothirsch erinnern. Ein Blick auf Zäune und Weideflächen in der Nachbarschaft klärt das schneller als jedes Merkmal am Abdruck selbst.

Untergründe, die hier Abdrücke halten

  • Acker und Feldweg
  • Schlamm
  • Schnee

Arten mit Spuren in diesem Lebensraum

Pfotenspuren Illustration vom Fuchs neben dem Abdruck seiner Spur

Fuchs

Vulpes vulpes

Schmale, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen und meist sichtbaren Krallenabdrücken.

Hufspuren Illustration vom Reh neben dem Abdruck seiner Spur

Reh

Capreolus capreolus

Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.

Hufspuren Illustration vom Wildschwein neben dem Abdruck seiner Spur

Wildschwein

Sus scrofa

Breite, vorn gerundete Schalenabdrücke mit fast immer sichtbaren Afterklauen seitlich dahinter.

Pfotenspuren Illustration vom Dachs neben dem Abdruck seiner Spur

Dachs

Meles meles

Breite, fast rechteckige Pfotenspur mit fünf Zehen und langen, kräftigen Krallenabdrücken.

Pfotenspuren Illustration vom Wolf neben dem Abdruck seiner Spur

Wolf

Canis lupus

Große, längsovale Pfotenspur mit vier Zehen, kräftigem Ballen und meist sichtbaren Krallen.

Pfotenspuren Illustration vom Feldhase neben dem Abdruck seiner Spur

Feldhase

Lepus europaeus

Schmale, längliche Abdrücke mit vier Zehen, fast immer als Sprungmuster mit den langen Hinterläufen voran.

Hufspuren Illustration vom Rothirsch neben dem Abdruck seiner Spur

Rothirsch

Cervus elaphus

Große, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.

Pfotenspuren Illustration vom Steinmarder

Steinmarder

Martes foina

Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.

Pfotenspuren Illustration vom Wildkaninchen neben dem Abdruck seiner Spur

Wildkaninchen

Oryctolagus cuniculus

Sprungmuster wie beim Feldhasen, nur kleiner. Vier Zehen, sichtbare Krallen und deutlich kürzere Sprungabstände.

Pfotenspuren Illustration vom Igel neben dem Abdruck seiner Spur

Igel

Erinaceus europaeus

Kleine, breite Spur mit fünf gespreizten Zehen und deutlichen Krallen. Der Gang wirkt watschelnd und unregelmäßig.

Hufspuren Illustration vom Damhirsch neben dem Abdruck seiner Spur

Damhirsch

Dama dama

Schalenspur zwischen Reh und Rothirsch. Vier bis sechs Zentimeter lang, vorn mäßig spitz, mit kräftigeren Schalen als beim Reh.

Pfotenspuren Illustration vom Marderhund neben dem Abdruck seiner Spur

Marderhund

Nyctereutes procyonoides

Kleine, rundliche Hundeartigenspur mit vier Zehen und Krallen. Trotz des Namens kein Marder.

Pfotenspuren Illustration vom Iltis

Iltis

Mustela putorius

Kleine Marderspur mit fünf Zehen, rund drei Zentimeter lang. Kleiner als Stein- und Baummarder, größer als das Hermelin.

Pfotenspuren Illustration vom Hermelin

Hermelin

Mustela erminea

Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.

Pfotenspuren Illustration vom Mauswiesel

Mauswiesel

Mustela nivalis

Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.

Pfotenspuren Illustration vom Wanderratte neben dem Abdruck seiner Spur

Wanderratte

Rattus norvegicus

Kleine Spur mit langen Zehen und fast immer einer Schleifspur des Schwanzes zwischen den Abdrücken.

Vogelspuren Illustration vom Graugans neben dem Abdruck seiner Spur

Graugans

Anser anser

Großer dreizehiger Abdruck mit Schwimmhaut, neun bis elf Zentimeter lang. Meist in Gruppen auf Wiesen und Äckern.

Vogelspuren Illustration vom Rabenkrähe neben dem Abdruck seiner Spur

Rabenkrähe

Corvus corone

Kräftiger dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut, sechs bis acht Zentimeter lang. Krähen laufen, sie hüpfen nicht.

Vogelspuren Illustration vom Amsel neben dem Abdruck seiner Spur

Amsel

Turdus merula

Kleiner dreizehiger Abdruck von vier bis fünf Zentimetern. Amseln hüpfen und laufen, das Muster wechselt.

Vogelspuren Illustration vom Fasan neben dem Abdruck seiner Spur

Fasan

Phasianus colchicus

Kräftiger dreizehiger Abdruck mit stumpfen Zehen und kurzer Hinterzehe. Typisch für Hühnervögel der offenen Feldflur.

Hufspuren Illustration vom Mufflon neben dem Abdruck seiner Spur

Mufflon

Ovis gmelini musimon

Kompakte Schalenspur mit vorn gerundeten Schalen. Wildschaf, in Deutschland nur in eingebürgerten Beständen.

Pfotenspuren Illustration vom Goldschakal neben dem Abdruck seiner Spur

Goldschakal

Canis aureus

Hundeartigenspur zwischen Fuchs und Wolf. Fünf bis sechs Zentimeter, vier Zehen, Krallen sichtbar.

Vogelspuren Illustration vom Graureiher neben dem Abdruck seiner Spur

Graureiher

Ardea cinerea

Sehr großer Vogelabdruck mit auffallend langen, dünnen Zehen und langer Hinterzehe, ohne Schwimmhaut.

Vogelspuren Illustration vom Kranich neben dem Abdruck seiner Spur

Kranich

Grus grus

Großer dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut. Die Hinterzehe sitzt hoch und drückt kaum mit ab.

Vogelspuren Illustration vom Lachmöwe neben dem Abdruck seiner Spur

Lachmöwe

Chroicocephalus ridibundus

Dreizehiger Abdruck mit Schwimmhaut, schmaler als bei der Ente. Die Hinterzehe sitzt hoch und drückt selten ab.

Pfotenspuren Illustration vom Mäuse und Wühlmäuse neben dem Abdruck seiner Spur

Mäuse und Wühlmäuse

Winzige Abdrücke von ein bis zwei Zentimetern, meist in Sprunggruppen und oft mit Schleifspur des Schwanzes.

Pfotenspuren Illustration vom Maulwurf neben dem Abdruck seiner Spur

Maulwurf

Talpa europaea

Breite, nach außen gedrehte Grabhand mit fünf kräftigen Krallen. Trittsiegel sind an der Oberfläche fast nie zu finden.

Hufspuren Illustration vom Sikahirsch neben dem Abdruck seiner Spur

Sikahirsch

Cervus nippon

Schalenspur zwischen Damhirsch und Rothirsch. Fünf bis sechseinhalb Zentimeter, in Deutschland nur regional.

Hufspuren Illustration vom Wisent neben dem Abdruck seiner Spur

Wisent

Bison bonasus

Sehr große, breite und gerundete Schalenspur. Am Abdruck kaum von einem Hausrind zu unterscheiden.

Vogelspuren Illustration vom Birkhuhn neben dem Abdruck seiner Spur

Birkhuhn

Lyrurus tetrix

Kräftiger Hühnervogelabdruck mit stumpfen Zehen. Im Winter verbreitern Hornstifte an den Zehen die Spur deutlich.

Pfotenspuren Illustration vom Haushund neben dem Abdruck seiner Spur

Haushund

Canis lupus familiaris

Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen, großem Ballen und sichtbaren Krallen. Die Größe sagt wenig, die Rassen sind zu verschieden.

Pfotenspuren Illustration vom Hauskatze neben dem Abdruck seiner Spur

Hauskatze

Felis catus

Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und großem Ballen, ohne Krallenabdrücke. Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein.

Spuren nach Lebensraum filtern

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer

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