So erkennst du die Spur
Eine Birkhuhnspur ist ein kräftiger Hühnervogelabdruck von fünf bis sieben Zentimetern mit drei stumpfen Zehen nach vorn und einer kurzen Hinterzehe. Wie bei allen Hühnervögeln sind die Zehen dick und hinterlassen breite Eindrücke, anders als die feinen Linien von Krähen und Singvögeln.
Ein Merkmal ist saisonal. Zum Winter hin wachsen an den Zehenrändern seitliche Hornstifte. Sie vergrößern die Auflagefläche im Schnee und verbreitern den Abdruck sichtbar. Wer eine Hühnervogelspur mit auffallend breiten, fast gefransten Zehen im Schnee findet, hat ein Raufußhuhn vor sich.
Vom Fasan trennt die Spur vor allem der Ort. Der Fasan lebt in der offenen Feldflur des Flachlands, das Birkhuhn in Mooren, Heiden und an der Waldgrenze im Gebirge.
Weitere Zeichen und warum Zurückhaltung zählt
Im Winter gräbt sich das Birkhuhn zum Schlafen in den Schnee ein. Zurück bleiben Mulden mit Kot und oft Abdrücken der Flügel, wo der Vogel aufgeflogen ist.
Genau hier endet das Interesse an der Spur. Raufußhühner reagieren im Winter äußerst empfindlich auf Störungen. Jedes Auffliegen aus der Schneemulde kostet Energiereserven, die sich in dieser Jahreszeit kaum ersetzen lassen, und wiederholte Störung kann Tiere den Winter kosten.
Das Birkhuhn ist in Deutschland stark gefährdet. Feste Vorkommen gibt es nur noch in den Alpen sowie in einzelnen Mittelgebirgs-, Moor- und Heidegebieten. Wo Wildruhezonen und Routengebote ausgewiesen sind, gelten sie ausdrücklich diesen Arten. Sie sind kein Formalismus, sondern der Grund, warum es die Bestände noch gibt.