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Vogelspuren

Birkhuhnspuren erkennen und rücksichtsvoll suchen

Lyrurus tetrix

Kräftiger Hühnervogelabdruck mit stumpfen Zehen. Im Winter verbreitern Hornstifte an den Zehen die Spur deutlich.

Illustration vom Birkhuhn neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 5 bis 7 cm Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Im Winter verbreitern die Hornstifte an den Zehenrändern den Abdruck um mehrere Millimeter.
  • Breite 4 bis 6,5 cm
  • Zehen 3
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Drei kräftige, stumpfe Zehen, Hinterzehe kurz
  • Symmetrie Mittlere Zehe am längsten, seitliche weit gespreizt
  • Drei kräftige, stumpfe Zehen nach vorn, dazu eine kurze Hinterzehe.
  • Im Winter tragen die Zehen seitliche Hornstifte, die den Abdruck sichtbar verbreitern.
  • Der Abdruck misst fünf bis sieben Zentimeter.
  • Im Schnee finden sich zusätzlich Schlafmulden und Flügelabdrücke.

So erkennst du die Spur

Eine Birkhuhnspur ist ein kräftiger Hühnervogelabdruck von fünf bis sieben Zentimetern mit drei stumpfen Zehen nach vorn und einer kurzen Hinterzehe. Wie bei allen Hühnervögeln sind die Zehen dick und hinterlassen breite Eindrücke, anders als die feinen Linien von Krähen und Singvögeln.

Ein Merkmal ist saisonal. Zum Winter hin wachsen an den Zehenrändern seitliche Hornstifte. Sie vergrößern die Auflagefläche im Schnee und verbreitern den Abdruck sichtbar. Wer eine Hühnervogelspur mit auffallend breiten, fast gefransten Zehen im Schnee findet, hat ein Raufußhuhn vor sich.

Vom Fasan trennt die Spur vor allem der Ort. Der Fasan lebt in der offenen Feldflur des Flachlands, das Birkhuhn in Mooren, Heiden und an der Waldgrenze im Gebirge.

Weitere Zeichen und warum Zurückhaltung zählt

Im Winter gräbt sich das Birkhuhn zum Schlafen in den Schnee ein. Zurück bleiben Mulden mit Kot und oft Abdrücken der Flügel, wo der Vogel aufgeflogen ist.

Genau hier endet das Interesse an der Spur. Raufußhühner reagieren im Winter äußerst empfindlich auf Störungen. Jedes Auffliegen aus der Schneemulde kostet Energiereserven, die sich in dieser Jahreszeit kaum ersetzen lassen, und wiederholte Störung kann Tiere den Winter kosten.

Das Birkhuhn ist in Deutschland stark gefährdet. Feste Vorkommen gibt es nur noch in den Alpen sowie in einzelnen Mittelgebirgs-, Moor- und Heidegebieten. Wo Wildruhezonen und Routengebote ausgewiesen sind, gelten sie ausdrücklich diesen Arten. Sie sind kein Formalismus, sondern der Grund, warum es die Bestände noch gibt.

Maße der Spur

Länge 5 bis 7 cm Breite 4 bis 6,5 cm

Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Im Winter verbreitern die Hornstifte an den Zehenrändern den Abdruck um mehrere Millimeter.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Birkhühner laufen am Boden und fliegen nur kurz. Im Winter graben sie sich zum Schlafen in den Schnee ein; beim Ein- und Ausfliegen bleiben Mulden und Abdrücke der Flügel zurück.

Typisches Fährtenbild: Versetzte Doppelreihe im Schnee, häufig zu einer Schlafmulde führend oder von ihr weg.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Birkhuhn verwechselt.

Fasan

Sehr ähnliche Form und Größe. Getrennt werden beide vor allem über den Lebensraum: Der Fasan lebt in der offenen Feldflur des Flachlands, das Birkhuhn in Mooren, Heiden und an der Waldgrenze im Gebirge. Im Winter verbreitern beim Birkhuhn zusätzlich die Hornstifte die Zehen.

Auerhuhn

Das Auerhuhn ist deutlich größer und hinterlässt entsprechend kräftigere Abdrücke. Beide Arten kommen in denselben Gebieten vor.

Rabenkrähe

Ähnliche Größe, aber schlanke Zehen und eine lange, kräftig abdrückende Hinterzehe. Hühnervögel haben dicke Zehen und eine kurze Hinterzehe.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Birkhuhn findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

Ähnliche Spuren im Vergleich

Vogelspuren Illustration vom Fasan neben dem Abdruck seiner Spur

Fasan

Phasianus colchicus

Kräftiger dreizehiger Abdruck mit stumpfen Zehen und kurzer Hinterzehe. Typisch für Hühnervögel der offenen Feldflur.

Vogelspuren Illustration vom Rabenkrähe neben dem Abdruck seiner Spur

Rabenkrähe

Corvus corone

Kräftiger dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut, sechs bis acht Zentimeter lang. Krähen laufen, sie hüpfen nicht.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Vogelporträts und Bestimmungshilfen Naturschutzbund Deutschland (NABU)

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