Rothirsch
Cervus elaphusGroße, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.
Oberhalb der Waldgrenze verschieben sich Untergründe und Artenspektrum: Schneefelder, Geröll und Almflächen stellen eigene Anforderungen.
Fels und Geröll nehmen keine Abdrücke auf. Ergiebig sind die dazwischenliegenden Flächen: Almwiesen mit weichem Boden, die Ränder von Viehtränken und Quellaustritten, aufgeweichte Stellen an Wanderwegen und vor allem Altschneefelder, die sich bis in den Sommer halten.
Ein Schneefeld im Juli ist eine der besten Fundstellen überhaupt. Alles, was darüber gelaufen ist, steht darin, und die Fläche ist meist klein genug, um sie vollständig abzusuchen.
Das Artenspektrum verschiebt sich mit der Höhe. Reh und Fuchs reichen weit hinauf, im Bergwald kommen Rothirsch und in den Alpen Gams, Steinbock und Murmeltier dazu. Für diese Arten liegen auf tierspurenfinder.de noch keine eigenen Seiten vor.
Auf Almflächen ist Weidevieh im Sommer die naheliegendste Erklärung für Schalenabdrücke. Rinderspuren sind groß und rund, Schaf- und Ziegenspuren ähneln in der Größe dem Rehwild.
Im Winter gelten in vielen Regionen Wildruhezonen und Routengebote, die im Schnee besonders ernst zu nehmen sind: Aufgescheuchtes Wild verliert in großer Höhe Reserven, die es kaum ersetzen kann.
Große, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.
Große, rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und ohne Krallenabdrücke. Oft breiter als lang.
Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.
Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.
Schmale, fast parallele Schalen mit scharfen Rändern. Beim Klettern spreizen sie weit auseinander.
Kompakte Schalenspur mit vorn gerundeten Schalen. Wildschaf, in Deutschland nur in eingebürgerten Beständen.
Sehr breite, stark behaarte Hinterpfote. Im Schnee entstehen große, unscharfe Abdrücke, die kaum einsinken.
Sehr großer Abdruck eines Sohlengängers mit fünf Zehen und langen Krallen. Die Hinterpfote erinnert an einen menschlichen Fußabdruck.
Kräftige, fast rechteckige Schalen mit harten Rändern. Sie spreizen beim Klettern weit und geben Halt auf Fels.
Kräftiger Hühnervogelabdruck mit stumpfen Zehen. Im Winter verbreitern Hornstifte an den Zehen die Spur deutlich.
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen, großem Ballen und sichtbaren Krallen. Die Größe sagt wenig, die Rassen sind zu verschieden.
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