Reh
Die Rehspur ist mit dreieinhalb bis viereinhalb Zentimetern etwa halb so lang, schmaler und vorn deutlich spitzer. Ein Rothirschkalb kann in der Größe an ein Reh heranreichen, seine Schalen bleiben aber breiter und stumpfer.
Cervus elaphus
Große, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.
Eine Rothirschspur ist ein großer, kräftiger Doppelabdruck von sieben bis neun Zentimetern Länge. Die beiden Schalen laufen vorn stumpf zu, nicht spitz wie beim Reh und nicht gerundet wie beim Wildschwein. Damit ist sie das größte Schalenwild, das man in deutschen Wäldern regelmäßig findet.
Die Größe allein trägt die Bestimmung nicht. Ein Rothirschkalb hinterlässt Abdrücke, die in der Länge an Rehwild heranreichen. Entscheidend ist dann die Form: Die Schalen bleiben breiter und stumpfer, und das Verhältnis von Länge zu Breite ist ausgeglichener als beim Reh.
Afterklauen hat auch der Rothirsch. Sie berühren den Boden nur auf sehr weichem Untergrund oder bei Flucht und sitzen dann dicht hinter den Schalen, nicht seitlich daneben. Genau daran trennt sich die Spur vom Wildschwein.
Rotwild nutzt feste Wechsel, die sich über Jahre halten und im Wald als ausgetretene Gassen zu erkennen sind. An Stämmen finden sich Schälstellen, bei denen die Rinde in Streifen abgezogen wurde, meist in Höhen zwischen einem halben und zwei Metern.
In der Brunft im September und Oktober entstehen Suhlen und aufgewühlte Bodenstellen. Die Losung besteht aus länglichen, an einem Ende zugespitzten Kötteln, die deutlich größer sind als beim Reh.
Rotwild kommt in Deutschland nicht flächendeckend vor, sondern in abgegrenzten Gebieten. Wo es keine Rotwildvorkommen gibt, scheidet die Art von vornherein aus.
Erwachsenes Tier. Kälber hinterlassen deutlich kleinere Abdrücke, die an Rehwild erinnern können.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Im ruhigen Schritt setzt der Rothirsch die Hinterschale in den Abdruck der Vorderschale. Bei Flucht spreizen sich die Schalen, die Afterklauen drücken mit, und die Abstände werden groß.
Typisches Fährtenbild: Gerade Schrittfährte auf festen Wechseln, bei Flucht weit auseinanderliegende Gruppen mit gespreizten Schalen.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Rothirsch verwechselt.
Die Rehspur ist mit dreieinhalb bis viereinhalb Zentimetern etwa halb so lang, schmaler und vorn deutlich spitzer. Ein Rothirschkalb kann in der Größe an ein Reh heranreichen, seine Schalen bleiben aber breiter und stumpfer.
Wildschweinspuren erreichen ähnliche Längen, sind aber gedrungener und vorn gerundet. Das sichere Merkmal sind die Afterklauen: Beim Wildschwein stehen sie seitlich außerhalb der Schalen, beim Rothirsch dicht dahinter.
Der Damhirsch liegt in der Größe zwischen Reh und Rothirsch. Am einzelnen Abdruck ist er vom jungen Rothirsch kaum zu trennen; hier entscheidet, welche Art in der Region überhaupt vorkommt.
Auf und an Weiden stammen große Schalenabdrücke meist von Rindern. Deren Schalen sind runder, breiter und drücken tiefer ein. Ein Blick auf Zaun und Nutzung der Fläche klärt das schneller als jedes Merkmal am Abdruck.
Spuren vom Rothirsch findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.
Breite, vorn gerundete Schalenabdrücke mit fast immer sichtbaren Afterklauen seitlich dahinter.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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