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Pfotenspuren

Schneehasenspuren erkennen und im Gebirge lesen

Lepus timidus

Sehr breite, stark behaarte Hinterpfote. Im Schnee entstehen große, unscharfe Abdrücke, die kaum einsinken.

Illustration vom Schneehase neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 6 bis 17 cm Hinterpfote im Winter mit gespreizten Zehen. Die dichte Behaarung vergrößert den Abdruck erheblich und verwischt die Kontur.
  • Breite 4 bis 8 cm
  • Zehen 4
  • Krallen Nicht sichtbar
  • Form Sehr breit und unscharf begrenzt, durch Behaarung verwischt
  • Symmetrie Hinterpfote deutlich länger und breiter als die Vorderpfote
  • Vier Zehen, im Winter von dichter Sohlenbehaarung verdeckt.
  • Die Hinterpfote ist auffallend breit und wirkt wie ein Schneeschuh.
  • Die Abdrücke sind groß und unscharf begrenzt, das Tier sinkt kaum ein.
  • Sprungmuster in Vierergruppen wie bei allen Hasenartigen.

So erkennst du die Spur

Eine Schneehasenspur ist auffallend breit und unscharf. Die Sohle ist im Winter dicht behaart, was die Kontur verwischt und die Auflagefläche vergrößert. Das Tier läuft dadurch fast auf der Schneeoberfläche, statt einzusinken.

Das Sprungmuster ist dasselbe wie beim Feldhasen: zwei längere Abdrücke nebeneinander, dahinter zwei kürzere hintereinander, und die Laufrichtung zeigt dorthin, wo die beiden nebeneinanderliegenden Abdrücke sind.

Vom Feldhasen unterscheidet ihn vor allem, wie tief er einsinkt. Wo der Feldhase im Neuschnee einbricht, hinterlässt der Schneehase flache, breite Abdrücke an der Oberfläche.

Wo die Art vorkommt

In Deutschland lebt der Schneehase in den Alpen, überwiegend oberhalb der Waldgrenze. Dort ersetzt er den Feldhasen, der in tieferen Lagen bleibt. In mittleren Höhen können beide Arten vorkommen, dann wird die Unterscheidung schwierig.

Im Winter ist das Fell weiß, im Sommer graubraun. Die Spuren bleiben in beiden Jahreszeiten dieselben, im Sommer findet man sie aber nur noch auf Altschneefeldern und weichem Almboden.

Maße der Spur

Länge 6 bis 17 cm Breite 4 bis 8 cm

Hinterpfote im Winter mit gespreizten Zehen. Die dichte Behaarung vergrößert den Abdruck erheblich und verwischt die Kontur.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Der Schneehase springt wie der Feldhase. Die beiden Hinterläufe landen nebeneinander vor den hintereinander aufgesetzten Vorderläufen. Auf Schnee spreizt er die Zehen weit, um die Auflagefläche zu vergrößern.

Typisches Fährtenbild: Vierergruppen mit auffallend breiten, flachen Abdrücken auf der Schneeoberfläche.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Schneehase verwechselt.

Feldhase

Dasselbe Sprungmuster. Der Feldhase hat eine schmalere Hinterpfote, sinkt im Schnee tiefer ein und hinterlässt schärfer begrenzte Abdrücke. Die Lebensräume überschneiden sich nur in mittleren Höhenlagen.

Wildkaninchen

Deutlich kleiner und im Hochgebirge nicht zu erwarten.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Schneehase findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Berge
  • Untergründe SchneeSchlamm
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Pfotenspuren Illustration vom Feldhase neben dem Abdruck seiner Spur

Feldhase

Lepus europaeus

Schmale, längliche Abdrücke mit vier Zehen, fast immer als Sprungmuster mit den langen Hinterläufen voran.

Pfotenspuren Illustration vom Wildkaninchen neben dem Abdruck seiner Spur

Wildkaninchen

Oryctolagus cuniculus

Sprungmuster wie beim Feldhasen, nur kleiner. Vier Zehen, sichtbare Krallen und deutlich kürzere Sprungabstände.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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