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Huf- und Schalenspuren

Steinbockspuren erkennen und im Hochgebirge einordnen

Capra ibex

Kräftige, fast rechteckige Schalen mit harten Rändern. Sie spreizen beim Klettern weit und geben Halt auf Fels.

Illustration vom Alpensteinbock neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 6 bis 8 cm Erwachsenes Tier. Weibliche Tiere und Jungtiere hinterlassen deutlich kleinere Abdrücke.
  • Breite 4,5 bis 6,5 cm
  • Schalen 2 Paarhufer, zwei Schalen je Abdruck
  • Krallen Nicht zutreffend
  • Form Zwei kräftige, fast rechteckige Schalen mit stumpfen Spitzen
  • Symmetrie Beide Schalen gleich groß, beim Klettern stark gespreizt
  • Zwei kräftige Schalen mit geraden Außenkanten und stumpfen Spitzen.
  • Der Abdruck misst sechs bis acht Zentimeter und wirkt fast rechteckig.
  • Die harten Schalenränder umschließen eine weichere Sohle, die auf Fels greift.
  • Beim Klettern spreizen die Schalen weit auseinander.

So erkennst du die Spur

Eine Steinbockspur besteht aus zwei kräftigen Schalen mit geraden Außenkanten und stumpfen Spitzen. Der Abdruck misst sechs bis acht Zentimeter und wirkt fast rechteckig, deutlich massiger als der einer Gämse.

Der Fuß ist ein Kletterwerkzeug. Harte Schalenränder umschließen eine weichere, griffige Sohle, und beim Klettern spreizen die Schalen weit auseinander. Auf weichem Boden steht der Abdruck deshalb je nach Gelände unterschiedlich breit.

Gämse und Steinbock leben oft am selben Hang. Die Größe trennt sie zuverlässig, solange der Abdruck vollständig ist: Die Gams bleibt bei viereinhalb bis sechseinhalb Zentimetern und ihre Schalen sind schmaler.

Wo die Art vorkommt

Der Alpensteinbock war im 19. Jahrhundert bis auf einen Restbestand im heutigen Gran Paradiso ausgerottet. Alle heutigen Vorkommen gehen auf Wiederansiedlungen zurück.

In Deutschland gibt es nur sehr wenige Tiere, im Wesentlichen in den Berchtesgadener Alpen. Verbreitet ist die Art in den Schweizer, österreichischen, italienischen und französischen Alpen.

Steinböcke halten sich überwiegend oberhalb der Waldgrenze auf, in Fels, Schrofen und auf hochgelegenen Rasen. Im Winter ziehen sie auf schneearme, sonnenexponierte Hänge. Wer dort unterwegs ist, hält Abstand: Jede Flucht in tiefem Schnee kostet Reserven, die in dieser Jahreszeit knapp sind.

Maße der Spur

Länge 6 bis 8 cm Breite 4,5 bis 6,5 cm

Erwachsenes Tier. Weibliche Tiere und Jungtiere hinterlassen deutlich kleinere Abdrücke.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Steinböcke bewegen sich in Fels und Schrofen mit sicherem, kurzem Schritt und queren steile Hänge auf schmalen Bändern. Auf Altschneefeldern und weichem Almboden stehen die Abdrücke am klarsten.

Typisches Fährtenbild: Kurze, gleichmäßige Schritte auf Wechseln quer zum Hang, oft entlang von Felsbändern.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Alpensteinbock verwechselt.

Gämse

Die Gams ist deutlich kleiner und ihre Schalen sind schmaler. Beide Arten leben im selben Gelände, oft sogar am selben Hang. Die Größe trennt sie zuverlässig, solange der Abdruck vollständig ist.

Hausziege

Der Steinbock ist ein Wildziegenartiger, und die Abdrücke von Haus- und Wildziege ähneln sich stark. Auf bewirtschafteten Almen ist die Hausziege die naheliegendere Erklärung.

Mufflon

Mufflonschalen sind vorn stärker gerundet und wirken kompakter. Die Höhenlagen überschneiden sich kaum.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Alpensteinbock findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Berge
  • Untergründe SchneeSchlammStaub und trockener Sand
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Hufspuren Illustration vom Gämse neben dem Abdruck seiner Spur

Gämse

Rupicapra rupicapra

Schmale, fast parallele Schalen mit scharfen Rändern. Beim Klettern spreizen sie weit auseinander.

Hufspuren Illustration vom Mufflon neben dem Abdruck seiner Spur

Mufflon

Ovis gmelini musimon

Kompakte Schalenspur mit vorn gerundeten Schalen. Wildschaf, in Deutschland nur in eingebürgerten Beständen.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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