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Huf- und Schalenspuren

Mufflonspuren erkennen und einordnen

Ovis gmelini musimon

Kompakte Schalenspur mit vorn gerundeten Schalen. Wildschaf, in Deutschland nur in eingebürgerten Beständen.

Illustration vom Mufflon neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 4 bis 5,5 cm Erwachsenes Tier.
  • Breite 3 bis 4,5 cm
  • Schalen 2 Paarhufer, zwei Schalen je Abdruck
  • Krallen Nicht zutreffend
  • Form Zwei kompakte Schalen, vorn gerundet
  • Symmetrie Beide Schalen gleich groß
  • Zwei kompakte Schalen, vorn deutlich gerundet.
  • Der Abdruck ist gedrungener als beim Reh und wirkt breiter im Verhältnis zur Länge.
  • Die Afterklauen drücken nur auf weichem Boden mit ab.
  • Vorkommen beschränkt sich auf eingebürgerte Bestände in einzelnen Regionen.

So erkennst du die Spur

Eine Mufflonspur besteht aus zwei kompakten Schalen, die vorn deutlich gerundet sind. Sie ist in der Länge einer Rehspur ähnlich, wirkt aber gedrungener: Das Verhältnis von Länge zu Breite ist ausgeglichener, und die Spitze fehlt.

Das Mufflon ist ein Wildschaf, und genau daran hängt die schwierigste Abgrenzung. Zwischen Mufflon und Hausschaf ist am Abdruck kaum zu unterscheiden. Wo Schafe weiden, sind sie die naheliegendere Erklärung.

Wo die Art überhaupt vorkommt

Das Mufflon stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde in Mitteleuropa eingebürgert. In Deutschland lebt es in abgegrenzten Beständen, unter anderem in der Eifel, im Harz, im Taunus und in einigen weiteren Mittelgebirgen sowie in Gattern.

Außerhalb dieser Gebiete scheidet die Art aus. Wer eine gerundete Schalenspur findet, prüft deshalb zuerst, ob es dort überhaupt Mufflons gibt, und danach, ob eine Schafweide in der Nähe liegt.

Mufflons bevorzugen trockene, steinige Hänge und lichte Wälder. Auf weichem, dauerhaft nassem Boden kommen sie schlecht zurecht, was ihre Verbreitung mitbestimmt.

Maße der Spur

Länge 4 bis 5,5 cm Breite 3 bis 4,5 cm

Erwachsenes Tier.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Mufflons leben in Rudeln und ziehen auf festen Wechseln. Auf genutzten Wegen überlagern sich die Abdrücke mehrerer Tiere.

Typisches Fährtenbild: Mehrere parallele Fährten auf demselben Wechsel, bei Flucht gespreizte Schalen.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Mufflon verwechselt.

Reh

Ähnliche Größe, andere Form. Rehschalen laufen vorn spitz zu, Mufflonschalen sind vorn gerundet und wirken gedrungener.

Gämse

Gamsschalen sind schmaler und haben gerade, fast parallele Außenkanten. Beide Arten treffen nur in wenigen Gebieten zusammen.

Hausschaf

Das Mufflon ist ein Wildschaf, und die Abdrücke von Haus- und Wildschaf ähneln sich stark. Auf und an Weiden ist das Hausschaf die naheliegende Erklärung.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Mufflon findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Wald Berge Wiese und Feld
  • Untergründe Weicher WaldbodenSchlammSchneeAcker und Feldweg
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Hufspuren Illustration vom Reh neben dem Abdruck seiner Spur

Reh

Capreolus capreolus

Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.

Hufspuren Illustration vom Gämse neben dem Abdruck seiner Spur

Gämse

Rupicapra rupicapra

Schmale, fast parallele Schalen mit scharfen Rändern. Beim Klettern spreizen sie weit auseinander.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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