Mauswiesel
Das Mauswiesel ist die kleinste heimische Raubtierart und bleibt noch unter dem Hermelin. Die Spannen überschneiden sich, eine sichere Trennung am Abdruck gelingt nur an den Extremen.
Mustela erminea
Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.
Eine Hermelinspur ist winzig: anderthalb bis zweieinhalb Zentimeter, mit fünf Zehen, die im Schnee oft nur als feine Punkte erscheinen. Für einen vollständigen Abdruck braucht es feuchten Sand oder Schlamm; im Schnee bleibt meist eine unscharfe Vertiefung.
Verlässlicher ist das Muster. Das Hermelin hüpft, und die beiden Abdrücke eines Sprungs stehen schräg versetzt nebeneinander. Daraus wird eine feine Paarkette, die sich über den Schnee zieht.
Charakteristisch ist, wie diese Kette endet und wieder beginnt. Hermeline nutzen Hohlräume unter Schnee, Wurzeln, Holzstapeln und Steinen. Die Fährte verschwindet deshalb oft unvermittelt und taucht ein Stück weiter wieder auf.
Zwischen Mauswiesel, Hermelin und Iltis entscheidet nur die Größe, und die Spannen gehen ineinander über. Ein starkes Hermelin und ein schwacher Iltis sind am Abdruck nicht zu trennen.
Wer eine solche Spur dokumentieren will, braucht einen Maßstab im Bild und mehrere Abdrücke, nicht nur einen. Auch dann bleibt in den Überschneidungsbereichen eine Eingrenzung auf zwei Arten das ehrliche Ergebnis.
Vorderpfote. Die dichte Winterbehaarung der Sohle macht den Abdruck unscharf.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Das Hermelin hüpft in kurzen Sprüngen. Die Abdrücke stehen paarweise schräg versetzt, und die Fährte taucht immer wieder unter Deckung ab, weil das Tier Hohlräume unter Schnee und Steinen nutzt.
Typisches Fährtenbild: Feine Paarkette mit Sprüngen von rund 30 bis 50 Zentimetern, oft mit plötzlichen Unterbrechungen.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Hermelin verwechselt.
Das Mauswiesel ist die kleinste heimische Raubtierart und bleibt noch unter dem Hermelin. Die Spannen überschneiden sich, eine sichere Trennung am Abdruck gelingt nur an den Extremen.
Der Iltis erreicht rund drei Zentimeter und ist damit meist größer. Bei jungen Tieren geht das ineinander über.
Mäuse hinterlassen ähnlich kleine Abdrücke, aber vier Zehen an der Vorderpfote und häufig eine Schleifspur des Schwanzes. Marderartige ziehen den Schwanz nicht nach.
Spuren vom Hermelin findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Kleine Marderspur mit fünf Zehen, rund drei Zentimeter lang. Kleiner als Stein- und Baummarder, größer als das Hermelin.
Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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