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Pfotenspuren

Hermelinspuren erkennen und einordnen

Mustela erminea

Sehr kleine Marderspur mit fünf Zehen, meist unter zweieinhalb Zentimetern. Im Schnee als feine Paarkette gut zu verfolgen.

Illustration vom Hermelin
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 1,5 bis 2,5 cm Vorderpfote. Die dichte Winterbehaarung der Sohle macht den Abdruck unscharf.
  • Breite 1,2 bis 2 cm
  • Zehen 5
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Sehr klein, fünf Zehen im Bogen
  • Symmetrie Innerste Zehe kleiner und zurückgesetzt
  • Fünf Zehen, oft nur als feine Punkte im Schnee erkennbar.
  • Der Abdruck bleibt meist unter zweieinhalb Zentimetern.
  • Die Abdrücke stehen paarweise schräg versetzt.
  • Die Fährte verschwindet oft unter Schnee, Wurzeln oder Steinen und taucht ein Stück weiter wieder auf.

So erkennst du die Spur

Eine Hermelinspur ist winzig: anderthalb bis zweieinhalb Zentimeter, mit fünf Zehen, die im Schnee oft nur als feine Punkte erscheinen. Für einen vollständigen Abdruck braucht es feuchten Sand oder Schlamm; im Schnee bleibt meist eine unscharfe Vertiefung.

Verlässlicher ist das Muster. Das Hermelin hüpft, und die beiden Abdrücke eines Sprungs stehen schräg versetzt nebeneinander. Daraus wird eine feine Paarkette, die sich über den Schnee zieht.

Charakteristisch ist, wie diese Kette endet und wieder beginnt. Hermeline nutzen Hohlräume unter Schnee, Wurzeln, Holzstapeln und Steinen. Die Fährte verschwindet deshalb oft unvermittelt und taucht ein Stück weiter wieder auf.

Die Grenzen der Bestimmung

Zwischen Mauswiesel, Hermelin und Iltis entscheidet nur die Größe, und die Spannen gehen ineinander über. Ein starkes Hermelin und ein schwacher Iltis sind am Abdruck nicht zu trennen.

Wer eine solche Spur dokumentieren will, braucht einen Maßstab im Bild und mehrere Abdrücke, nicht nur einen. Auch dann bleibt in den Überschneidungsbereichen eine Eingrenzung auf zwei Arten das ehrliche Ergebnis.

Maße der Spur

Länge 1,5 bis 2,5 cm Breite 1,2 bis 2 cm

Vorderpfote. Die dichte Winterbehaarung der Sohle macht den Abdruck unscharf.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Das Hermelin hüpft in kurzen Sprüngen. Die Abdrücke stehen paarweise schräg versetzt, und die Fährte taucht immer wieder unter Deckung ab, weil das Tier Hohlräume unter Schnee und Steinen nutzt.

Typisches Fährtenbild: Feine Paarkette mit Sprüngen von rund 30 bis 50 Zentimetern, oft mit plötzlichen Unterbrechungen.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Hermelin verwechselt.

Mauswiesel

Das Mauswiesel ist die kleinste heimische Raubtierart und bleibt noch unter dem Hermelin. Die Spannen überschneiden sich, eine sichere Trennung am Abdruck gelingt nur an den Extremen.

Iltis

Der Iltis erreicht rund drei Zentimeter und ist damit meist größer. Bei jungen Tieren geht das ineinander über.

Maus

Mäuse hinterlassen ähnlich kleine Abdrücke, aber vier Zehen an der Vorderpfote und häufig eine Schleifspur des Schwanzes. Marderartige ziehen den Schwanz nicht nach.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Hermelin findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

Ähnliche Spuren im Vergleich

Pfotenspuren Illustration vom Iltis

Iltis

Mustela putorius

Kleine Marderspur mit fünf Zehen, rund drei Zentimeter lang. Kleiner als Stein- und Baummarder, größer als das Hermelin.

Pfotenspuren Illustration vom Mauswiesel

Mauswiesel

Mustela nivalis

Die kleinste Raubtierspur Mitteleuropas. Fünf Zehen auf gut einem Zentimeter, meist nur im Schnee oder Schlick zu finden.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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