Fuchs
Die Fuchsspur ist schmal und längsoval, die Hundespur rundlich. Beim Fuchs lässt sich zwischen den beiden mittleren und den beiden äußeren Zehen eine gerade Linie ziehen, ohne einen Ballen zu berühren, beim Hund in der Regel nicht.
Canis lupus familiaris
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen, großem Ballen und sichtbaren Krallen. Die Größe sagt wenig, die Rassen sind zu verschieden.
Eine Hundespur ist ein rundlicher Pfotenabdruck mit vier Zehen, einem großen Hauptballen und meist deutlichen Krallenabdrücken. Sie ist die häufigste Spur, die man in Mitteleuropa findet, und zugleich die, die am häufigsten für eine Wildtierspur gehalten wird.
Die Größe hilft dabei kaum. Zwischen einem Zwergpudel und einem Bernhardiner liegen mehrere Zentimeter, und die Spanne überdeckt Fuchs, Marder und Wolf gleichermaßen. Wer eine große Pfotenspur findet, hat deshalb zuerst einen großen Hund vor sich, bis das Gegenteil belegt ist.
Aussagekräftig ist die Form. Die Hundespur ist rund: Länge und Breite liegen nah beieinander, und die vier Zehen stehen bogenförmig um den Ballen. Die Fuchsspur ist bei gleicher Größe schmal und wirkt zusammengezogen.
Ein zweites Merkmal ist der Verlauf. Ein Hund, der mit einem Menschen unterwegs ist, bewegt sich sprunghaft: Er bleibt stehen, läuft zurück, quert den eigenen Weg und folgt Gerüchen. Wildtiere ziehen zielgerichtet. Über zwanzig Meter Fährte sagt dieser Unterschied mehr als jedes Detail im einzelnen Abdruck.
Der Haushund ist kein Wildtier, und trotzdem steht er hier. Er ist der wichtigste Verwechslungspartner überhaupt: Bei Fuchs, Wolf und Luchs beginnt die Bestimmung damit, ihn auszuschließen. Wer weiß, wie eine Hundespur aussieht, hat die Hälfte der Arbeit erledigt.
Im Spurenfinder taucht er deshalb mit auf, in der Auswahl der Wildtiere auf der Startseite dagegen nicht.
Vorderpfote ohne Krallenabdrücke. Die weite Spanne umfasst alle Rassen vom Zwergpudel bis zum Bernhardiner und macht die Größe als Merkmal fast wertlos.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Ein Hund in Begleitung von Menschen bewegt sich sprunghaft. Er bleibt stehen, läuft zurück, wechselt die Richtung und quert den eigenen Weg. Freilaufende Hunde können über kurze Strecken schnüren, halten das aber selten durch.
Typisches Fährtenbild: Unregelmäßige Fährte mit vielen Richtungswechseln, häufig neben einer Menschenspur.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Haushund verwechselt.
Die Fuchsspur ist schmal und längsoval, die Hundespur rundlich. Beim Fuchs lässt sich zwischen den beiden mittleren und den beiden äußeren Zehen eine gerade Linie ziehen, ohne einen Ballen zu berühren, beim Hund in der Regel nicht.
Große Hunderassen erreichen dieselben Maße wie ein Wolf. Ein einzelner Abdruck trennt beide nicht. Aussagekräftig ist erst die Fährte über eine längere Strecke: Wölfe ziehen gleichmäßig und geradlinig, Hunde bleiben stehen und wechseln häufig die Richtung.
Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein, deshalb fehlen die Krallenabdrücke. Bei kleinen Hunderassen ist das der schnellste Unterschied.
Spuren vom Haushund findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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