Luchs
Die Form ist dieselbe, die Größe nicht. Der Luchsabdruck misst fünfeinhalb bis acht Zentimeter und ist damit gut doppelt so groß. Eine Katzenspur im Schnee kann durch Tauwetter größer wirken, erreicht diese Maße aber nicht.
Felis catus
Rundliche Pfotenspur mit vier Zehen und großem Ballen, ohne Krallenabdrücke. Katzen ziehen die Krallen beim Gehen ein.
Eine Katzenspur ist ein rundlicher Abdruck von knapp drei bis vier Zentimetern mit vier Zehen und einem großen Hauptballen. Das auffälligste Merkmal ist etwas, das fehlt: die Krallen. Katzen ziehen sie beim Gehen ein, damit sie scharf bleiben. Auf weichem Boden, der jede Kralle abbilden würde, endet der Abdruck deshalb glatt.
Das zweite Merkmal ist der Ballen. Er ist groß, nimmt viel Fläche ein und hat am hinteren Rand drei Lappen. Bei Fuchs und kleinem Hund ist er kleiner und dreieckiger.
Fehlende Krallen sind nur dann ein Hinweis, wenn der Untergrund weich genug war, sie überhaupt aufzunehmen. Auf hartem, trockenem Boden fehlen sie bei allen Arten.
Katzen queren offene Flächen ungern. Ihre Fährte folgt Strukturen: Mauern, Zäunen, Holzstapeln, Hecken, Hauswänden. Eine Vierzehenspur ohne Krallen, die an einer Gartenmauer entlangläuft und dort endet, wo die Mauer beginnt, ist so gut wie bestimmt.
Der zweite Unterschied zur Wildtierfährte ist die Dichte. Auf einer Fläche, auf der eine Wildkatze ein Streifgebiet von mehreren Quadratkilometern hat, leben Dutzende Hauskatzen. Im Siedlungsraum und an seinen Rändern ist die Hauskatze deshalb immer die erste Erklärung und die Wildkatze die Ausnahme, die belegt werden muss.
Ganzjährig und rund um die Uhr, mit Schwerpunkt in der Dämmerung. Im Schnee auf Terrasse, Weg und Gartenmauer stehen ihre Abdrücke am klarsten, und dort lassen sich die eingezogenen Krallen am besten prüfen.
Wie du Katze, Hund und Fuchs in drei Schritten auseinanderhältst, steht im Ratgeber zu Spuren im Garten.
Katzen laufen bevorzugt auf Mauern, Zäunen und Holzstapeln und queren offene Flächen ungern. Eine Vierzehenspur ohne Krallen, die entlang einer Gartenmauer verläuft, stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Hauskatze.
Wie der Haushund ist sie kein Wildtier und steht hier trotzdem: Im Siedlungsraum ist sie die häufigste Quelle von Pfotenspuren, und ohne sie fehlt der Vergleich, der die Bestimmung einer Wildtierspur erst absichert.
Vorderpfote. Die Hinterpfote fällt etwas kleiner und schmaler aus.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Katzen schnüren. Bei ruhigem Gang setzen sie die Hinterpfote in den Abdruck der Vorderpfote, sodass eine schmale, fast gerade Abdruckreihe entsteht.
Typisches Fährtenbild: Geschnürte Fährte in nahezu gerader Linie, Schrittlänge rund 20 bis 30 Zentimeter.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Hauskatze verwechselt.
Die Form ist dieselbe, die Größe nicht. Der Luchsabdruck misst fünfeinhalb bis acht Zentimeter und ist damit gut doppelt so groß. Eine Katzenspur im Schnee kann durch Tauwetter größer wirken, erreicht diese Maße aber nicht.
Der Fuchs hinterlässt einen längsovalen Abdruck mit sichtbaren Krallen. Fehlen die Krallen bei sonst klarem Abdruck und ist die Form rund, spricht das für eine Katze.
Kleine Hunderassen erreichen dieselbe Größe. Der Unterschied liegt bei den Krallen: Hunde können sie nicht einziehen, Katzen schon.
Spuren vom Hauskatze findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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