So erkennst du die Spur
Eine Wildkatzenspur ist ein rundlicher Abdruck mit vier Zehen und ohne Krallen, vier bis fünfeinhalb Zentimeter lang. Sie ist etwas größer als die einer Hauskatze, und genau dort endet die Bestimmung.
Das ist die ehrliche Auskunft: Wildkatze und Hauskatze haben denselben Fuß, und die Größenspannen überschneiden sich. Ein kräftiger Hauskater erreicht die Maße einer Wildkatze. Wer am Abdruck entscheidet, entscheidet auf Verdacht.
Im amtlichen Monitoring wird die Wildkatze deshalb nicht über Spuren nachgewiesen, sondern über Haarproben an Lockstöcken und deren genetische Untersuchung. Spuren liefern höchstens einen Anlass, dort genauer hinzusehen.
Wo die Art überhaupt vorkommt
Die Wildkatze lebt in großen, zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern mit viel Totholz und Deckung. Schwerpunkte in Deutschland sind unter anderem Eifel und Hunsrück, der Pfälzerwald, Teile von Hessen und Thüringen sowie der Harz.
Sie meidet die Nähe des Menschen. Eine krallenlose Katzenspur mitten im Ort stammt praktisch immer von einer Hauskatze. Eine ebensolche Spur zehn Kilometer tief im geschlossenen Laubwald ist ein Hinweis, mehr aber auch nicht.
Die Art ist streng geschützt. Ein vermuteter Nachweis gehört an die zuständige Landesbehörde gemeldet.