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Vogelspuren

Fasanenspuren erkennen und einordnen

Phasianus colchicus

Kräftiger dreizehiger Abdruck mit stumpfen Zehen und kurzer Hinterzehe. Typisch für Hühnervögel der offenen Feldflur.

Illustration vom Fasan neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 5,5 bis 8 cm Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die kurze Hinterzehe drückt nur auf weichem Boden ab.
  • Breite 4 bis 6 cm
  • Zehen 3
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Drei kräftige, stumpfe Zehen, Hinterzehe kurz
  • Symmetrie Mittlere Zehe am längsten, seitliche weit gespreizt
  • Drei kräftige, stumpfe Zehen nach vorn, dazu eine kurze Hinterzehe.
  • Die Zehen sind dicker als bei Krähe oder Amsel und hinterlassen breite Eindrücke.
  • Der Abdruck misst sechs bis acht Zentimeter.
  • Die Fährte verläuft als versetzte Doppelreihe, oft über lange Strecken.

So erkennst du die Spur

Eine Fasanenspur zeigt drei kräftige, stumpfe Zehen nach vorn und eine kurze Hinterzehe. Der Abdruck misst sechs bis acht Zentimeter und wirkt massiger als der einer Krähe von derselben Länge.

Genau das ist der Unterschied zwischen Hühnervögeln und Singvögeln oder Rabenvögeln: Hühnervögel laufen viel und scharren, ihre Zehen sind entsprechend dick und stumpf. Krähen und Amseln haben schlanke Zehen, die im Boden feine Linien hinterlassen.

Die Hinterzehe sitzt beim Fasan hoch und ist kurz. Sie drückt nur auf weichem Boden mit ab, und dann als kleiner Punkt hinter dem Abdruck, nicht als lange Linie wie bei der Krähe.

Wo du sie findest

Fasane leben in der offenen Feldflur mit Hecken, Gräben und Feldgehölzen. Sie fliegen nur ungern und legen weite Strecken zu Fuß zurück, weshalb ihre Fährten im Schnee oft über hundert Meter und mehr zu verfolgen sind.

Typisch sind außerdem Scharrstellen: flache, freigelegte Bodenflecken mit zur Seite geworfener Streu, an denen die Vögel nach Sämereien und Insekten gesucht haben. Im Winter findet man sie besonders häufig unter Hecken und an schneefreien Stellen.

Maße der Spur

Länge 5,5 bis 8 cm Breite 4 bis 6 cm

Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die kurze Hinterzehe drückt nur auf weichem Boden ab.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Fasane laufen viel und fliegen wenig. Ihre Fährten ziehen sich über lange Strecken durch Felder und Wegränder, mit gleichmäßigen, versetzten Schritten.

Typisches Fährtenbild: Lange, versetzte Doppelreihe mit gleichmäßigen Schrittabständen.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Fasan verwechselt.

Rabenkrähe

Ähnliche Größe, andere Zehen. Die Krähe hat schlanke Zehen und eine lange, kräftig abdrückende Hinterzehe. Beim Fasan sind die Zehen dick und stumpf, die Hinterzehe kurz.

Rebhuhn

Dieselbe Grundform in kleineren Maßen. Rebhuhnspuren bleiben deutlich unter denen des Fasans, die Zehen sind ebenso stumpf.

Haushuhn

In der Nähe von Gehöften und Freilaufflächen stammen solche Abdrücke oft von Haushühnern. Am Abdruck sind sie vom Fasan kaum zu trennen, der Fundort klärt es.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Fasan findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Wiese und Feld Wald
  • Untergründe SchneeAcker und FeldwegSchlammStaub und trockener Sand
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Vogelspuren Illustration vom Rabenkrähe neben dem Abdruck seiner Spur

Rabenkrähe

Corvus corone

Kräftiger dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut, sechs bis acht Zentimeter lang. Krähen laufen, sie hüpfen nicht.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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