So erkennst du die Spur
Eine Steinmarderspur ist klein und rundlich, drei bis viereinhalb Zentimeter lang, mit fünf Zehen in einem flachen Bogen um einen dreilappigen Ballen. Die innerste Zehe ist kleiner und sitzt etwas zurück, weshalb sie auf festem Boden manchmal fehlt. Dann sieht der Abdruck nach vier Zehen aus und wird leicht für eine Katzenspur gehalten.
Verlässlicher als der einzelne Abdruck ist das Muster. Marder hüpfen: Die Hinterpfoten landen in oder dicht neben den Abdrücken der Vorderpfoten, sodass zwei schräg versetzte Abdrücke nebeneinander stehen. Danach folgt eine Lücke, dann das nächste Paar. Diese Kette aus Paaren zieht sich oft schnurgerade über Schnee oder Staub.
Bei Stein- und Baummarder endet die Bestimmung am Abdruck. Beide hinterlassen dieselbe Form in praktisch derselben Größe. Weiter hilft nur der Ort: Der Steinmarder lebt bevorzugt in Dörfern und Städten, der Baummarder in zusammenhängenden Wäldern.
Weitere Zeichen am Fundort
Im Siedlungsraum verrät sich der Steinmarder durch Trampelpfade auf staubigen Dachböden, durch Kratzspuren an Dämmungen und durch Schäden an Kabeln in Motorräumen.
Die Losung ist länglich, gedreht und an einem Ende zugespitzt, oft mit Haaren, Federn und Fruchtresten darin. Sie wird gern an erhöhten, auffälligen Stellen abgesetzt, etwa auf Mauern, Balken oder Autodächern.