Dachs
Beide zeigen fünf Zehen. Beim Dachs sind die Zehen kurz und gedrungen, der Ballen breit und die Krallen lang und weit vor den Zehen abgedrückt. Beim Waschbären ist es umgekehrt: lange Zehen, kleiner Ballen, kurze Krallen.
Procyon lotor
Handartige Spur mit fünf langen, gespreizten Zehen. Der Abdruck erinnert an eine kleine Kinderhand.
Eine Waschbärspur sieht aus wie ein kleiner Handabdruck. Fünf lange, deutlich gespreizte Zehen sitzen um einen vergleichsweise kleinen Ballen, und die Krallen drücken dicht an den Zehenspitzen mit ab. Kein anderes heimisches Tier hinterlässt dieses Bild.
Die Vorderpfote misst rund fünf bis sieben Zentimeter, die längere Hinterpfote bis neun. Weil der Waschbär die Hinterpfote fast vollständig aufsetzt, wirkt ihr Abdruck schmaler und länger als der der Vorderpfote.
Aufschlussreich ist auch der Gang. Der Waschbär setzt die Vorderpfote der einen und die Hinterpfote der anderen Körperseite dicht nebeneinander. Im Boden steht dadurch ein Paarmuster aus einem längeren und einem kürzeren Abdruck, das sich versetzt wiederholt.
Der Waschbär stammt aus Nordamerika und ist in weiten Teilen Deutschlands fest etabliert. Er ist ein guter Kletterer und nutzt Dachböden, hohle Bäume und Schuppen als Ruheplätze. Kratzspuren an Regenrinnen und Fallrohren sind ein häufiges Zeichen im Siedlungsraum.
Am Wasser findet man seine Spuren besonders oft: Er sucht in Flachwasser und Uferschlamm nach Nahrung und hinterlässt dort scharf ausgeprägte Abdrücke.
Die Vorderpfote misst 5 bis 7 Zentimeter, die längere Hinterpfote bis 9 Zentimeter.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Der Waschbär setzt beim Laufen die Vorderpfote der einen und die Hinterpfote der anderen Körperseite dicht nebeneinander. Im Boden steht dadurch ein charakteristisches Paarmuster aus einem längeren und einem kürzeren Abdruck.
Typisches Fährtenbild: Paare aus je einem Vorder- und einem Hinterpfotenabdruck nebeneinander, versetzt entlang der Laufrichtung.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Waschbär verwechselt.
Beide zeigen fünf Zehen. Beim Dachs sind die Zehen kurz und gedrungen, der Ballen breit und die Krallen lang und weit vor den Zehen abgedrückt. Beim Waschbären ist es umgekehrt: lange Zehen, kleiner Ballen, kurze Krallen.
Der Marder hinterlässt ebenfalls fünf Zehen, der Abdruck ist aber deutlich kleiner und rundlicher. Die handartig gespreizten langen Zehen des Waschbären fehlen ihm.
Auch der Fischotter zeigt fünf Zehen und lebt am Wasser. Zwischen seinen Zehen liegen Schwimmhäute, die sich im Schlick als Fläche abzeichnen. Beim Waschbären stehen die Zehen frei.
Spuren vom Waschbär findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Breite, fast rechteckige Pfotenspur mit fünf Zehen und langen, kräftigen Krallenabdrücken.
Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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