Reh
Rehspuren bleiben unter viereinhalb Zentimetern und laufen vorn spitzer zu. Der Übergang ist fließend, besonders bei jungem Damwild. Wo beide Arten vorkommen, ist eine sichere Trennung am einzelnen Abdruck oft nicht möglich.
Dama dama
Schalenspur zwischen Reh und Rothirsch. Vier bis sechs Zentimeter lang, vorn mäßig spitz, mit kräftigeren Schalen als beim Reh.
Eine Damhirschspur ist ein Schalenabdruck von vier bis sechs Zentimetern Länge. Sie liegt damit genau zwischen Reh und Rothirsch, und das ist zugleich ihr Problem: Nach oben und nach unten überschneidet sie sich mit den Nachbararten.
Die Form hilft nur begrenzt weiter. Die Schalen laufen vorn mäßig spitz zu, weniger spitz als beim Reh, weniger stumpf als beim Rothirsch. Wer keine Vergleichsabdrücke danebenhat, kommt über eine Eingrenzung selten hinaus.
Aussagekräftiger ist die Frage, welche Arten in der Region überhaupt vorkommen. Damwild lebt in Deutschland in abgegrenzten Beständen, viele davon gehen auf Aussetzungen und entwichene Parktiere zurück. Wo es keine Vorkommen gibt, scheidet die Art aus.
Damwild lebt in größeren Rudeln als Rehwild. Auf einem genutzten Wechsel stehen deshalb viele Abdrücke nebeneinander statt einer einzelnen Fährte, und die Trittsiegel überlagern sich.
Im Herbst legen die Hirsche Brunftplätze an: flache, ausgetretene Mulden mit aufgewühltem Boden, an denen sich Losung und Geruch sammeln. Solche Plätze sind ein deutliches Zeichen dafür, dass es sich nicht um Rehwild handelt.
Erwachsenes Tier. Kälber hinterlassen Abdrücke in der Größe von Rehwild.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Damwild zieht im Schritt auf festen Wechseln und lebt in größeren Rudeln. Wo es vorkommt, findet man deshalb selten eine einzelne Fährte, sondern viele Abdrücke nebeneinander.
Typisches Fährtenbild: Viele parallele Fährten auf demselben Wechsel, weil das Rudel gemeinsam zieht.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Damhirsch verwechselt.
Rehspuren bleiben unter viereinhalb Zentimetern und laufen vorn spitzer zu. Der Übergang ist fließend, besonders bei jungem Damwild. Wo beide Arten vorkommen, ist eine sichere Trennung am einzelnen Abdruck oft nicht möglich.
Der Rothirsch erreicht sieben bis neun Zentimeter und hat breitere, stumpfere Schalen. Ein starker Damhirsch und ein junger Rothirsch überschneiden sich in der Größe.
Auf und an Weiden liegt Weidevieh näher. Schafspuren sind ähnlich groß, laufen aber stumpfer aus und wirken hinten breiter.
Spuren vom Damhirsch findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Zweigeteilte Schalenspur, vorn spitz zulaufend, im Ganzen herzförmig und deutlich länger als breit.
Große, kräftige Schalenspur. Deutlich breiter und stumpfer als beim Reh, ohne die seitlich versetzten Afterklauen des Wildschweins.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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