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Pfotenspuren

Maulwurfspuren erkennen und richtig deuten

Talpa europaea

Breite, nach außen gedrehte Grabhand mit fünf kräftigen Krallen. Trittsiegel sind an der Oberfläche fast nie zu finden.

Illustration vom Maulwurf neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 1,2 bis 2 cm Vorderpfote. Sie ist das Grabwerkzeug und deshalb breiter als lang, anders als bei jedem anderen heimischen Säugetier.
  • Breite 1,5 bis 2,5 cm
  • Zehen 5
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Breiter als lang, schaufelförmig, seitlich nach außen gedreht
  • Symmetrie Fünf Krallen an der vorderen Kante
  • Die Vorderpfote ist breiter als lang und trägt fünf kräftige Grabkrallen.
  • Sie steht seitlich nach außen, nicht nach vorn.
  • Abdrücke an der Oberfläche sind sehr selten, weil das Tier unter der Erde lebt.
  • Das eigentliche Zeichen sind die Erdhügel, nicht die Spur.

So erkennst du die Spur

Die Vorderpfote des Maulwurfs ist breiter als lang, trägt fünf kräftige Grabkrallen und steht seitlich nach außen statt nach vorn. Kein anderes heimisches Säugetier hat eine solche Hand, und ein Abdruck davon wäre unverwechselbar.

Nur findet man ihn praktisch nie. Der Maulwurf lebt unterirdisch in einem Gangsystem und kommt kaum an die Oberfläche. Wenn doch, dann meist bei der Ausbreitung junger Tiere im Sommer, und dann nur auf kurzen Strecken.

Diese Seite steht deshalb mit einer Einschränkung hier: Wer nach Maulwurfspuren sucht, sucht in aller Regel nach etwas anderem, nämlich nach einer Erklärung für die Hügel im Rasen.

Warum ein Abdruck fast nie vorkommt

Die Grabhand des Maulwurfs wäre unverwechselbar, und genau deshalb ist es bitter, dass man sie praktisch nie im Boden findet. Das Tier verlässt sein Gangsystem kaum, und wenn doch, dann meist bei der Ausbreitung junger Tiere im Sommer und nur auf kurzen Strecken.

Wer trotzdem einen Abdruck sucht, sucht an den wenigen Stellen, an denen ein oberirdischer Wechsel plausibel ist: auf frisch aufgeworfener Erde neben einem Hügel, in feinem Staub unter einem Vordach, im Schnee unmittelbar neben einem eingebrochenen Gang.

Für alles andere gilt: Die Hügel sind die Spur. Wie du sie von Schermaus, Ratte und Wildschwein unterscheidest, steht im Ratgeber zu Hügel, Löcher und Gängen im Rasen.

Die Zeichen, die es wirklich gibt

Ein Maulwurfshügel ist locker aufgeworfen, besteht aus feiner, krümeliger Erde ohne Pflanzenreste, und der Gang mündet mittig von unten hinein. Die Hügel liegen in einer Linie, weil sie beim Graben eines Hauptgangs entstehen.

Die häufigste Verwechslung sind Schermäuse, im Volksmund oft Wühlmäuse genannt. Ihre Hügel sind flacher, enthalten Wurzel- und Pflanzenreste, und das Loch sitzt seitlich statt in der Mitte. Wer im Garten Schäden an Wurzeln und Knollen findet, hat es mit einer Schermaus zu tun: Der Maulwurf frisst keine Pflanzen, sondern Regenwürmer und Insektenlarven.

Maulwürfe stehen in Deutschland unter besonderem Schutz. Sie dürfen nicht gefangen oder getötet werden.

Maße der Spur

Länge 1,2 bis 2 cm Breite 1,5 bis 2,5 cm

Vorderpfote. Sie ist das Grabwerkzeug und deshalb breiter als lang, anders als bei jedem anderen heimischen Säugetier.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Alle Arten nach Größe vergleichen

Gangbild und Fährte

Der Maulwurf bewegt sich unterirdisch in einem Gangsystem und kommt nur selten an die Oberfläche, meist bei der Ausbreitung junger Tiere. Eine Fährte an der Oberfläche ist die Ausnahme.

Typisches Fährtenbild: Nur kurze Strecken an der Oberfläche, meist zwischen zwei Gangöffnungen.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Maulwurf verwechselt.

Igel

Beide zeigen fünf Zehen. Die Igelpfote ist aber länger als breit und zeigt nach vorn, die Grabhand des Maulwurfs ist breiter als lang und steht seitlich.

Wühlmaus

Die wichtigere Verwechslung betrifft nicht die Spur, sondern die Erdhügel. Schermäuse werfen ebenfalls Hügel auf, diese sind flacher, enthalten Pflanzenreste und haben das Loch seitlich statt in der Mitte.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Maulwurf findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

Ähnliche Spuren im Vergleich

Pfotenspuren Illustration vom Igel neben dem Abdruck seiner Spur

Igel

Erinaceus europaeus

Kleine, breite Spur mit fünf gespreizten Zehen und deutlichen Krallen. Der Gang wirkt watschelnd und unregelmäßig.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträt Maulwurf Naturschutzbund Deutschland (NABU)

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