Fuchs
Die Fuchsspur ist schmal und längsoval, die des Marderhunds runder und gedrungener. Deutlicher ist der Unterschied in der Fährte: Der Fuchs schnürt und zieht geradlinig, der Marderhund trottet mit kurzen, unregelmäßigen Schritten.
Nyctereutes procyonoides
Kleine, rundliche Hundeartigenspur mit vier Zehen und Krallen. Trotz des Namens kein Marder.
Eine Marderhundspur ist ein rundlicher Abdruck von dreieinhalb bis fünf Zentimetern mit vier Zehen und sichtbaren Krallen. Trotz des Namens stammt sie nicht von einem Marder: Der Marderhund ist ein Hundeartiger, und sein Fuß hat vier Zehen, nicht fünf.
Von der Fuchsspur unterscheidet ihn die Form. Der Fuchsabdruck ist schmal und längsoval, der des Marderhunds runder und gedrungener. Bei unscharfen Abdrücken ist dieser Unterschied allerdings schnell verwischt.
Weiter hilft die Fährte. Der Fuchs schnürt und zieht über weite Strecken geradlinig. Der Marderhund trottet mit kurzen, unregelmäßigen Schritten und folgt gern Gewässerrändern, Gräben und feuchten Senken.
Der Marderhund stammt aus Ostasien und wurde in Osteuropa ausgesetzt. Von dort hat er sich nach Westen ausgebreitet und ist heute in Ostdeutschland und Norddeutschland fest etabliert, mit einzelnen Vorkommen weiter westlich.
Er ist dämmerungs- und nachtaktiv, sehr heimlich und wird selten gesehen. Im Winter hält er bei ungünstigem Wetter längere Ruhephasen, ohne einen echten Winterschlaf zu halten. Spuren sind deshalb im Winter seltener als im übrigen Jahr.
Vorderpfote ohne Krallenabdrücke.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Der Marderhund trottet mit kurzen Schritten und schnürt nicht. Seine Fährte wirkt dadurch unruhiger als die eines Fuchses und folgt oft Gewässerrändern und Gräben.
Typisches Fährtenbild: Kurze, unregelmäßige Schritte, häufig entlang von Ufern und feuchten Senken.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Marderhund verwechselt.
Die Fuchsspur ist schmal und längsoval, die des Marderhunds runder und gedrungener. Deutlicher ist der Unterschied in der Fährte: Der Fuchs schnürt und zieht geradlinig, der Marderhund trottet mit kurzen, unregelmäßigen Schritten.
In der Größe und Form kaum zu trennen. Der Fundort hilft weiter: Marderhunde halten sich bevorzugt in feuchten, deckungsreichen Gebieten abseits von Wegen auf.
Trotz des Namens ist der Marderhund kein Marder. Marderartige hinterlassen fünf Zehen, der Marderhund vier.
Spuren vom Marderhund findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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