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Vogelspuren

Kranichspuren erkennen und einordnen

Grus grus

Großer dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut. Die Hinterzehe sitzt hoch und drückt kaum mit ab.

Illustration vom Kranich neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 11 bis 16 cm Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die hoch sitzende Hinterzehe drückt meist nicht ab.
  • Breite 8 bis 13 cm
  • Zehen 3
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Drei kräftige Zehen, weit gespreizt, ohne Schwimmhaut
  • Symmetrie Mittlere Zehe am längsten, seitliche weit abgespreizt
  • Drei kräftige, nach vorn gerichtete Zehen ohne Schwimmhaut.
  • Die Hinterzehe sitzt hoch am Lauf und hinterlässt selten einen Abdruck.
  • Der Abdruck misst zwölf bis sechzehn Zentimeter.
  • Spuren treten meist in großer Zahl auf, weil Kraniche in Trupps rasten.

So erkennst du die Spur

Eine Kranichspur ist ein großer dreizehiger Abdruck von zwölf bis sechzehn Zentimetern. Die Zehen sind kräftig und weit gespreizt, zwischen ihnen liegt keine Schwimmhaut.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die Hinterzehe. Beim Kranich sitzt sie hoch am Lauf und berührt den Boden meist gar nicht. Der Abdruck wirkt dadurch klar dreizehig. Beim ähnlich großen Graureiher liegt die Hinterzehe dagegen tief und drückt als lange Linie mit ab.

Kraniche rasten in Trupps. Auf einer genutzten Fläche stehen deshalb selten einzelne Abdrücke, sondern Hunderte, die sich überlagern. Die saubersten findet man am Rand der Fläche.

Wann und wo du sie findest

In Deutschland brütet der Kranich vor allem im Nordosten. Die größte Zahl an Spuren entsteht aber während des Zuges im Herbst und Frühjahr, wenn große Trupps auf abgeernteten Maisfeldern und Feuchtwiesen rasten.

An den bekannten Rastplätzen sind die Flächen im Oktober und November regelrecht durchgearbeitet. Neben den Spuren findet man Losung und ausgefallene Federn.

Maße der Spur

Länge 11 bis 16 cm Breite 8 bis 13 cm

Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die hoch sitzende Hinterzehe drückt meist nicht ab.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Kraniche gehen mit langen, gleichmäßigen Schritten und äsen dabei auf abgeernteten Feldern und Feuchtwiesen. Wo ein Trupp rastet, überlagern sich Hunderte von Abdrücken.

Typisches Fährtenbild: Versetzte Doppelreihe mit langen Schritten, meist in großer Zahl auf derselben Fläche.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Kranich verwechselt.

Graureiher

Ähnliche Größe, andere Zehen. Der Reiher hat sehr lange, dünne Zehen und eine lange Hinterzehe, die fast in einer Linie mit der Mittelzehe liegt. Beim Kranich sind die Zehen kräftiger, und die Hinterzehe fehlt im Abdruck meist ganz.

Höckerschwan

Der Schwan hat eine durchgehende Schwimmhaut zwischen den Zehen. Eine Fläche zwischen den Zehen schließt den Kranich aus.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Kranich findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Wiese und Feld Gewässer
  • Untergründe SchlammAcker und FeldwegFeuchter SandSchnee
  • Beste Jahreszeit FrühlingHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Vogelspuren Illustration vom Graureiher neben dem Abdruck seiner Spur

Graureiher

Ardea cinerea

Sehr großer Vogelabdruck mit auffallend langen, dünnen Zehen und langer Hinterzehe, ohne Schwimmhaut.

Vogelspuren Illustration vom Höckerschwan neben dem Abdruck seiner Spur

Höckerschwan

Cygnus olor

Der größte Schwimmvogelabdruck Mitteleuropas. Dreizehig, mit Schwimmhaut, dreizehn bis siebzehn Zentimeter lang.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Vogelporträts und Bestimmungshilfen Naturschutzbund Deutschland (NABU)

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