Zum Inhalt springen
tierspurenfinder.de. Natur lesen. Tiere verstehen.

Vogelspuren

Graureiherspuren erkennen und am Ufer einordnen

Ardea cinerea

Sehr großer Vogelabdruck mit auffallend langen, dünnen Zehen und langer Hinterzehe, ohne Schwimmhaut.

Illustration vom Graureiher neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 12 bis 18 cm Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die Hinterzehe drückt beim Reiher deutlich mit ab.
  • Breite 8 bis 13 cm
  • Zehen 3
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Drei sehr lange dünne Zehen, dazu eine lange Hinterzehe
  • Symmetrie Mittlere Zehe am längsten, Hinterzehe fast in einer Linie mit ihr
  • Drei sehr lange, dünne Zehen nach vorn und eine lange Hinterzehe.
  • Keine Schwimmhaut, die Zehen stehen frei.
  • Der Abdruck misst dreizehn bis achtzehn Zentimeter.
  • Die Fährte besteht aus wenigen, weit auseinanderliegenden Schritten im flachen Wasser oder im Schlick.

So erkennst du die Spur

Eine Graureiherspur ist groß und fein zugleich: dreizehn bis achtzehn Zentimeter, mit drei sehr langen, dünnen Zehen nach vorn und einer langen Hinterzehe, die fast in einer Linie mit der Mittelzehe liegt. Zwischen den Zehen liegt keine Schwimmhaut.

Das trennt sie von allen Schwimmvögeln. Ein großer Abdruck am Ufer mit freien, dünnen Zehen stammt von einem Schreitvogel, nicht von Ente, Gans oder Schwan.

Die Fährte selbst ist sparsam. Reiher stehen lange bewegungslos und setzen dann einen einzelnen, weiten Schritt. Im Schlick stehen deshalb oft nur wenige Abdrücke, dafür sehr deutlich.

Wo du sie findest

Graureiher jagen im Flachwasser von Teichen, Seen, Gräben und Flüssen. Ihre Spuren stehen dort, wo die Ufer flach auslaufen und der Schlick weich ist.

Sie suchen aber auch auf Wiesen und Feldern nach Mäusen, oft weit vom Wasser entfernt. Ein großer Vogelabdruck mitten auf einer feuchten Wiese ist deshalb kein Widerspruch.

Maße der Spur

Länge 12 bis 18 cm Breite 8 bis 13 cm

Länge der drei nach vorn gerichteten Zehen. Die Hinterzehe drückt beim Reiher deutlich mit ab.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Reiher stehen lange still und gehen dann langsam und bedächtig weiter. Die Fährte besteht aus wenigen, weit auseinanderliegenden Schritten, oft mit langen Standpausen dazwischen.

Typisches Fährtenbild: Wenige, weit gesetzte Schritte im Flachwasser und im Uferschlick.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Graureiher verwechselt.

Höckerschwan

Ähnliche Größe, völlig andere Form. Der Schwan hat kurze, kräftige Zehen mit durchgehender Schwimmhaut, der Reiher sehr lange, dünne und freie Zehen.

Kranich

Der Kranich hinterlässt ebenfalls einen großen dreizehigen Abdruck. Seine Hinterzehe sitzt jedoch höher und drückt kaum mit ab, während sie beim Reiher fast in einer Linie mit der Mittelzehe liegt.

Rabenkrähe

Dieselbe Grundform in halber Größe. Bei über zwölf Zentimetern scheidet die Krähe aus.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Graureiher findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

Ähnliche Spuren im Vergleich

Vogelspuren Illustration vom Höckerschwan neben dem Abdruck seiner Spur

Höckerschwan

Cygnus olor

Der größte Schwimmvogelabdruck Mitteleuropas. Dreizehig, mit Schwimmhaut, dreizehn bis siebzehn Zentimeter lang.

Vogelspuren Illustration vom Rabenkrähe neben dem Abdruck seiner Spur

Rabenkrähe

Corvus corone

Kräftiger dreizehiger Abdruck ohne Schwimmhaut, sechs bis acht Zentimeter lang. Krähen laufen, sie hüpfen nicht.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Vogelporträts und Bestimmungshilfen Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Zuletzt fachlich geprüft: