Biber
Beim Biber reicht die Schwimmhaut bis zu den Zehenspitzen und verbindet alle Zehen. Bei der Nutria bleibt die äußerste Zehe frei. Außerdem ist der Biberabdruck breiter und fächerförmig, der der Nutria länger und schmaler.
Myocastor coypus
Große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen vier von fünf Zehen. Die äußere Zehe bleibt frei, das trennt sie vom Biber.
Eine Nutriaspur zeigt an der Hinterpfote fünf Zehen, von denen nur vier durch eine Schwimmhaut verbunden sind. Die äußerste Zehe steht frei und drückt getrennt ab. Dieses Detail ist das sicherste Merkmal überhaupt, denn beim Biber verbindet die Schwimmhaut alle Zehen.
Die Hinterpfote misst zwölf bis fünfzehn Zentimeter und ist damit fast so groß wie beim Biber, aber deutlich länger und schmaler. Die Vorderpfote ist klein, rund fünf Zentimeter, und zeigt vier lange freie Zehen mit kräftigen Krallen.
Wie beim Biber verwischt oft der Schwanz die Abdrücke. Der Schwanz der Nutria ist rund und unbehaart und hinterlässt eine schmale Rinne, nicht die breite Schleifspur des flachen Biberschwanzes.
Die Nutria stammt aus Südamerika und wurde für die Pelzzucht nach Europa gebracht. Aus entwichenen und freigelassenen Tieren sind feste Bestände entstanden, vor allem an Flüssen und Gräben im Westen und Norden Deutschlands.
Anders als der Biber fällt sie keine Bäume. Sie frisst Wasser- und Uferpflanzen und legt Röhren in Uferböschungen an, was an Deichen und Dämmen zu Problemen führen kann. Ausgetretene Pfade durch das Schilf und angefressene Wasserpflanzen sind typische Zeichen.
Die Hinterpfote misst 12 bis 15 Zentimeter, die Vorderpfote rund 5 Zentimeter.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
An Land bewegt sich die Nutria langsam und schwerfällig. Der runde, unbehaarte Schwanz schleift dabei häufig mit und hinterlässt eine schmale Rinne.
Typisches Fährtenbild: Kurze Wechsel zwischen Wasser und Ufer, oft mit ausgetretenen Pfaden in der Ufervegetation.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Nutria verwechselt.
Beim Biber reicht die Schwimmhaut bis zu den Zehenspitzen und verbindet alle Zehen. Bei der Nutria bleibt die äußerste Zehe frei. Außerdem ist der Biberabdruck breiter und fächerförmig, der der Nutria länger und schmaler.
Der Fischotter hinterlässt einen rundlichen Abdruck von fünf bis neun Zentimetern, die Nutria eine deutlich längere, schmalere Hinterpfote.
Der Bisam ist kleiner und hat keine echte Schwimmhaut, sondern einen Saum aus steifen Haaren an den Zehen. Sein Abdruck wirkt dadurch fransig statt flächig.
Spuren vom Nutria findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Rundliche Spur mit fünf Zehen und Schwimmhaut zwischen den Zehen. Fast immer unmittelbar am Wasser.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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