Nutria
Die Nutria ist deutlich größer und hat an der Hinterpfote eine echte Schwimmhaut zwischen vier Zehen. Beim Bisam fehlt sie, dort säumen steife Haare die Zehen, und der Abdruck wirkt fransig statt flächig.
Ondatra zibethicus
Lange, schmale Hinterpfote mit einem Saum aus steifen Haaren statt Schwimmhaut. Fast immer mit Schleifspur des Schwanzes.
Eine Bisamspur zeigt an der Hinterpfote fünf lange Zehen mit einem Saum aus steifen Haaren. Dieser Saum wirkt beim Schwimmen wie eine Schwimmhaut, hinterlässt im Schlick aber einen fransigen Rand statt einer geschlossenen Fläche. Genau daran trennt sich der Bisam von Nutria und Biber.
Die Hinterpfote misst sechs bis acht Zentimeter, die Vorderpfote nur rund drei. An der Vorderpfote sind vier Zehen nutzbar, der Daumen ist zurückgebildet und drückt nicht ab.
Fast immer liegt zwischen den Abdrücken eine Schleifspur. Der Schwanz des Bisams ist seitlich abgeflacht und zieht eine deutliche, schmale Rinne durch den Schlamm.
Der Bisam stammt aus Nordamerika und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa verbreitet. Er lebt an Bächen, Gräben, Teichen und Seen und legt Röhren in Uferböschungen an.
Er baut außerdem Burgen aus Schilf und Wasserpflanzen, die kleiner sind als die des Bibers und nicht aus Ästen bestehen. Angefressene Schilfhalme und Kolben sowie ausgetretene Uferpfade gehören zu den häufigsten Zeichen.
Hinterpfote 6 bis 8 Zentimeter, Vorderpfote rund 3 Zentimeter.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Der Bisam bewegt sich an Land unbeholfen und legt nur kurze Strecken zurück. Der seitlich abgeflachte Schwanz schleift dabei mit und hinterlässt eine deutliche, schmale Rinne.
Typisches Fährtenbild: Kurze Wechsel zwischen Wasser und Ufer, Abdrücke beiderseits einer durchgehenden Schleifspur.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Bisam verwechselt.
Die Nutria ist deutlich größer und hat an der Hinterpfote eine echte Schwimmhaut zwischen vier Zehen. Beim Bisam fehlt sie, dort säumen steife Haare die Zehen, und der Abdruck wirkt fransig statt flächig.
Der Biber ist um ein Vielfaches größer, seine Hinterpfote misst dreizehn bis sechzehn Zentimeter und ist vollständig durch Schwimmhaut verbunden.
Die Wanderratte lebt ebenfalls an Gewässern und zieht den Schwanz nach. Ihre Hinterpfote bleibt aber deutlich kleiner, und ihr Schwanz ist rund, sodass die Schleifspur schmaler ausfällt.
Spuren vom Bisam findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen vier von fünf Zehen. Die äußere Zehe bleibt frei, das trennt sie vom Biber.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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