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Pfotenspuren

Bisamspuren erkennen und am Ufer einordnen

Ondatra zibethicus

Lange, schmale Hinterpfote mit einem Saum aus steifen Haaren statt Schwimmhaut. Fast immer mit Schleifspur des Schwanzes.

Illustration vom Bisam neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 3 bis 8 cm Hinterpfote 6 bis 8 Zentimeter, Vorderpfote rund 3 Zentimeter.
  • Breite 2,5 bis 5 cm
  • Zehen 5
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Lange, schmale Zehen mit fransigem Rand
  • Symmetrie Hinterpfote deutlich größer als die Vorderpfote
  • Fünf lange Zehen an der Hinterpfote, gesäumt von steifen Haaren statt einer Schwimmhaut.
  • Die Vorderpfote zeigt vier nutzbare Zehen und ist deutlich kleiner.
  • Zwischen den Abdrücken liegt fast immer die Schleifspur des seitlich abgeflachten Schwanzes.
  • Fundorte liegen unmittelbar am Wasser.

So erkennst du die Spur

Eine Bisamspur zeigt an der Hinterpfote fünf lange Zehen mit einem Saum aus steifen Haaren. Dieser Saum wirkt beim Schwimmen wie eine Schwimmhaut, hinterlässt im Schlick aber einen fransigen Rand statt einer geschlossenen Fläche. Genau daran trennt sich der Bisam von Nutria und Biber.

Die Hinterpfote misst sechs bis acht Zentimeter, die Vorderpfote nur rund drei. An der Vorderpfote sind vier Zehen nutzbar, der Daumen ist zurückgebildet und drückt nicht ab.

Fast immer liegt zwischen den Abdrücken eine Schleifspur. Der Schwanz des Bisams ist seitlich abgeflacht und zieht eine deutliche, schmale Rinne durch den Schlamm.

Herkunft und Verbreitung

Der Bisam stammt aus Nordamerika und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa verbreitet. Er lebt an Bächen, Gräben, Teichen und Seen und legt Röhren in Uferböschungen an.

Er baut außerdem Burgen aus Schilf und Wasserpflanzen, die kleiner sind als die des Bibers und nicht aus Ästen bestehen. Angefressene Schilfhalme und Kolben sowie ausgetretene Uferpfade gehören zu den häufigsten Zeichen.

Maße der Spur

Länge 3 bis 8 cm Breite 2,5 bis 5 cm

Hinterpfote 6 bis 8 Zentimeter, Vorderpfote rund 3 Zentimeter.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Der Bisam bewegt sich an Land unbeholfen und legt nur kurze Strecken zurück. Der seitlich abgeflachte Schwanz schleift dabei mit und hinterlässt eine deutliche, schmale Rinne.

Typisches Fährtenbild: Kurze Wechsel zwischen Wasser und Ufer, Abdrücke beiderseits einer durchgehenden Schleifspur.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Bisam verwechselt.

Nutria

Die Nutria ist deutlich größer und hat an der Hinterpfote eine echte Schwimmhaut zwischen vier Zehen. Beim Bisam fehlt sie, dort säumen steife Haare die Zehen, und der Abdruck wirkt fransig statt flächig.

Biber

Der Biber ist um ein Vielfaches größer, seine Hinterpfote misst dreizehn bis sechzehn Zentimeter und ist vollständig durch Schwimmhaut verbunden.

Wanderratte

Die Wanderratte lebt ebenfalls an Gewässern und zieht den Schwanz nach. Ihre Hinterpfote bleibt aber deutlich kleiner, und ihr Schwanz ist rund, sodass die Schleifspur schmaler ausfällt.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Bisam findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Gewässer
  • Untergründe SchlammFeuchter SandSchnee
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Ähnliche Spuren im Vergleich

Pfotenspuren Illustration vom Nutria neben dem Abdruck seiner Spur

Nutria

Myocastor coypus

Große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen vier von fünf Zehen. Die äußere Zehe bleibt frei, das trennt sie vom Biber.

Pfotenspuren Illustration vom Biber neben dem Abdruck seiner Spur

Biber

Castor fiber

Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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