Nutria
Auch die Nutria lebt am Wasser und hat Schwimmhäute an den Hinterfüßen, ist aber deutlich kleiner. Bei ihr bleibt die äußere Zehe frei, die Schwimmhaut verbindet nur vier Zehen.
Castor fiber
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Eine Biberspur ist vor allem eines: groß. Die Hinterpfote misst dreizehn bis sechzehn Zentimeter und trägt Schwimmhäute zwischen den Zehen, die sich im Schlick als zusammenhängende Fläche abzeichnen. Kein anderes heimisches Landsäugetier hinterlässt einen so großen Abdruck.
Die Vorderpfote ist deutlich kleiner, fünf bis sieben Zentimeter, und zeigt fünf lange, freie Zehen mit kräftigen Krallen. Mit ihr gräbt und trägt der Biber.
Vollständige Abdrücke sind trotzdem selten. Der breite Schwanz schleift beim Laufen über den Boden und verwischt, was die Pfoten hinterlassen haben. Häufiger als saubere Abdrücke findet man deshalb eine breite Schleifspur mit Resten von Pfotenabdrücken an den Rändern.
Das Revier eines Bibers erstreckt sich in der Regel über ein bis fünf Kilometer Uferlänge, und die Tiere nutzen den Uferstreifen nur bis etwa fünfzig Meter landeinwärts. Das ist die wichtigste Suchregel für diese Art: Gesucht wird in einem schmalen Band am Wasser. Die fünfzig Meter sind dabei der Regelfall und keine Grenze; abwandernde Tiere, Biberkanäle und wechselnde Wasserstände verschieben sie. Eine Nagestelle weit vom Ufer macht den Biber also unwahrscheinlicher, schließt ihn aber nicht aus, und ein sanduhrförmiger Anschnitt wiegt schwerer als die Entfernung.
Biber leben in Familienverbänden aus den Elterntieren und den letzten beiden Jungtiergenerationen, die bis zu zwei Jahre bleiben. An einem besetzten Revier sind deshalb mehrere Tiere unterwegs, und die Abdrücke fallen unterschiedlich groß aus.
Dämmerungs- und nachtaktiv, und ganzjährig: Biber halten keinen Winterschlaf. Am Morgen stehen die frischen Spuren an den Ausstiegen, dort, wo sich Rutschen in die Uferböschung eingearbeitet haben.
Die dauerhaftesten Zeichen sind die Bauwerke. Die Burg trägt einen Wohnkessel, der über einen Zugang unter Wasser erreicht wird, und wo der Pegel nicht ausreicht, baut das Tier Dämme, um ihn anzuheben und konstant zu halten. Beides steht über Jahre und erzählt mehr als jeder einzelne Abdruck.
Beim Biber sind die übrigen Zeichen aussagekräftiger als die Spur. Angenagte Stämme mit sanduhrförmigem Anschnitt und groben Spänen am Boden sind unverwechselbar. Dazu kommen Rutschen am Ufer, an denen das Tier regelmäßig ins Wasser wechselt, sowie Dämme und Burgen aus Ästen und Schlamm.
Der Biber war in Deutschland fast ausgerottet und hat sich seit den 1960er Jahren wieder ausgebreitet. Er steht unter strengem Schutz. Bauwerke und Dämme dürfen nicht beschädigt werden.
Die Hinterpfote misst 13 bis 16 Zentimeter, die Vorderpfote 5 bis 7 Zentimeter.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
Der Biber bewegt sich an Land schwerfällig und langsam. Der breite Schwanz schleift dabei über den Boden und verwischt die Abdrücke, sodass oft nur Teile der Pfoten stehen bleiben.
Typisches Fährtenbild: Unregelmäßige Abdrücke beiderseits einer breiten Schleifspur, meist auf kurzen Wegen vom Wasser ans Ufer.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Biber verwechselt.
Auch die Nutria lebt am Wasser und hat Schwimmhäute an den Hinterfüßen, ist aber deutlich kleiner. Bei ihr bleibt die äußere Zehe frei, die Schwimmhaut verbindet nur vier Zehen.
Der Fischotter zeigt ebenfalls fünf Zehen mit Schwimmhaut, sein Abdruck ist mit fünf bis neun Zentimetern jedoch deutlich kleiner und rundlicher. Ihm fehlt die breite Schleifspur des Biberschwanzes.
Große Schwimmvögel hinterlassen ebenfalls Abdrücke mit Schwimmhaut, aber nur drei nach vorn gerichtete Zehen und keinen Ballen.
Spuren vom Biber findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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