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Pfotenspuren

Biberspuren erkennen und am Wasser finden

Castor fiber

Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.

Illustration vom Biber neben dem Abdruck seiner Spur
Illustration, kein Foto

Auf einen Blick

  • Länge 5 bis 16 cm Die Hinterpfote misst 13 bis 16 Zentimeter, die Vorderpfote 5 bis 7 Zentimeter.
  • Breite 5 bis 12 cm
  • Zehen 5
  • Krallen Meist sichtbar
  • Form Hinterpfote fächerförmig mit Schwimmhaut, Vorderpfote klein und handartig
  • Symmetrie Hinterpfote deutlich größer als die Vorderpfote
  • Die Hinterpfote ist sehr groß und trägt Schwimmhäute zwischen den Zehen.
  • Die kleinere Vorderpfote zeigt fünf lange, freie Zehen mit kräftigen Krallen.
  • Zwischen den Abdrücken liegt häufig eine breite Schleifspur vom Schwanz.
  • Spuren finden sich fast nur unmittelbar am Wasser.

So erkennst du die Spur

Eine Biberspur ist vor allem eines: groß. Die Hinterpfote misst dreizehn bis sechzehn Zentimeter und trägt Schwimmhäute zwischen den Zehen, die sich im Schlick als zusammenhängende Fläche abzeichnen. Kein anderes heimisches Landsäugetier hinterlässt einen so großen Abdruck.

Die Vorderpfote ist deutlich kleiner, fünf bis sieben Zentimeter, und zeigt fünf lange, freie Zehen mit kräftigen Krallen. Mit ihr gräbt und trägt der Biber.

Vollständige Abdrücke sind trotzdem selten. Der breite Schwanz schleift beim Laufen über den Boden und verwischt, was die Pfoten hinterlassen haben. Häufiger als saubere Abdrücke findet man deshalb eine breite Schleifspur mit Resten von Pfotenabdrücken an den Rändern.

Weitere Zeichen am Fundort

Beim Biber sind die übrigen Zeichen aussagekräftiger als die Spur. Angenagte Stämme mit sanduhrförmigem Anschnitt und groben Spänen am Boden sind unverwechselbar. Dazu kommen Rutschen am Ufer, an denen das Tier regelmäßig ins Wasser wechselt, sowie Dämme und Burgen aus Ästen und Schlamm.

Der Biber war in Deutschland fast ausgerottet und hat sich seit den 1960er Jahren wieder ausgebreitet. Er steht unter strengem Schutz. Bauwerke und Dämme dürfen nicht beschädigt werden.

Maße der Spur

Länge 5 bis 16 cm Breite 5 bis 12 cm

Die Hinterpfote misst 13 bis 16 Zentimeter, die Vorderpfote 5 bis 7 Zentimeter.

Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.

So misst du eine Spur richtig

Gangbild und Fährte

Der Biber bewegt sich an Land schwerfällig und langsam. Der breite Schwanz schleift dabei über den Boden und verwischt die Abdrücke, sodass oft nur Teile der Pfoten stehen bleiben.

Typisches Fährtenbild: Unregelmäßige Abdrücke beiderseits einer breiten Schleifspur, meist auf kurzen Wegen vom Wasser ans Ufer.

Verwechslungsgefahr

Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Biber verwechselt.

Nutria

Auch die Nutria lebt am Wasser und hat Schwimmhäute an den Hinterfüßen, ist aber deutlich kleiner. Bei ihr bleibt die äußere Zehe frei, die Schwimmhaut verbindet nur vier Zehen.

Fischotter

Der Fischotter zeigt ebenfalls fünf Zehen mit Schwimmhaut, sein Abdruck ist mit fünf bis neun Zentimetern jedoch deutlich kleiner und rundlicher. Ihm fehlt die breite Schleifspur des Biberschwanzes.

Gänse und Schwäne

Große Schwimmvögel hinterlassen ebenfalls Abdrücke mit Schwimmhaut, aber nur drei nach vorn gerichtete Zehen und keinen Ballen.

Wo du diese Spur findest

Spuren vom Biber findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.

  • Lebensräume Gewässer Wald
  • Untergründe SchlammFeuchter SandSchnee
  • Beste Jahreszeit FrühlingSommerHerbstWinter

Quellen

Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.

  • Tierspuren. Fährten, Fraßspuren, Losungen, Gewölle und andere Preben Bang und Preben Dahlström, Kosmos Naturführer
  • Artenporträt Biber Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • Artenporträts heimischer Wildtiere Wildtierportal Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

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