Steinmarder und Baummarder
Marder hinterlassen dieselbe Zehenzahl, aber einen deutlich kleineren Abdruck ohne Schwimmhaut. Ein Abdruck über fünf Zentimetern am Ufer spricht gegen sie.
Lutra lutra
Rundliche Spur mit fünf Zehen und Schwimmhaut zwischen den Zehen. Fast immer unmittelbar am Wasser.
Eine Fischotterspur ist ein rundlicher Abdruck von fünf bis neun Zentimetern mit fünf Zehen. Auf weichem, feuchtem Untergrund zeichnet sich zwischen den Zehen die Schwimmhaut ab, allerdings nur als schmaler Steg und nicht als durchgehende Fläche wie beim Biber.
Häufig sind nur vier Zehen zu sehen. Die innerste sitzt etwas zurück und berührt den Boden nicht immer. Wer streng nach Zehenzahl bestimmt, landet dann bei den falschen Arten.
Der Fundort trägt die Bestimmung mit. Fischotter halten sich fast ausschließlich an Gewässern auf: an Bächen, Flüssen, Teichen und Gräben. Eine große Fünfzehenspur im Uferschlamm ist ein starker Hinweis, dieselbe Spur einen Kilometer vom Wasser entfernt ein sehr schwacher.
Aussagekräftiger als der einzelne Abdruck sind die übrigen Zeichen. An steilen Uferböschungen legen Otter Rutschbahnen an, glatt gedrückte Rinnen, die direkt ins Wasser führen.
Die Losung, im Fachjargon Losung oder Spraint, wird an auffälligen Stellen abgesetzt: auf Steinen, Baumstümpfen und unter Brücken. Sie enthält Fischschuppen und Gräten und riecht charakteristisch.
Der Fischotter war in Deutschland weitgehend verschwunden und breitet sich seit einigen Jahrzehnten wieder aus, vor allem im Osten und Nordosten sowie in Bayern. Er steht unter strengem Schutz.
Hinterpfote. Die Vorderpfote ist kleiner und zeigt die Schwimmhaut weniger deutlich.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
An Land bewegt sich der Fischotter hüpfend und watschelnd. Der kräftige Schwanz schleift dabei häufig mit und hinterlässt eine schmale Rinne zwischen den Abdrücken.
Typisches Fährtenbild: Kurze Wechsel zwischen Wasser und Ufer, oft mit Rutschbahnen an steilen Böschungen.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Fischotter verwechselt.
Marder hinterlassen dieselbe Zehenzahl, aber einen deutlich kleineren Abdruck ohne Schwimmhaut. Ein Abdruck über fünf Zentimetern am Ufer spricht gegen sie.
Die Hinterpfote des Bibers ist mit dreizehn bis sechzehn Zentimetern erheblich größer und die Schwimmhaut reicht bis zu den Zehenspitzen. Beim Fischotter bleibt sie ein schmaler Steg zwischen den Zehen.
Auch die Nutria hat Schwimmhäute an den Hinterfüßen, bei ihr bleibt aber die äußere Zehe frei. Ihr Abdruck ist länger und schmaler als der rundliche des Fischotters.
Spuren vom Fischotter findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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