Steinmarder und Baummarder
Marder hinterlassen dieselbe Zehenzahl, aber einen deutlich kleineren Abdruck ohne Schwimmhaut. Ein Abdruck über fünf Zentimetern am Ufer spricht gegen sie.
Lutra lutra
Rundliche Spur mit fünf Zehen und Schwimmhaut zwischen den Zehen. Fast immer unmittelbar am Wasser.
Eine Fischotterspur ist ein rundlicher Abdruck von fünf bis neun Zentimetern mit fünf Zehen. Auf weichem, feuchtem Untergrund zeichnet sich zwischen den Zehen die Schwimmhaut ab, allerdings nur als schmaler Steg und nicht als durchgehende Fläche wie beim Biber.
Häufig sind nur vier Zehen zu sehen. Die innerste sitzt etwas zurück und berührt den Boden nicht immer. Wer streng nach Zehenzahl bestimmt, landet dann bei den falschen Arten.
Der Fundort trägt die Bestimmung mit. Fischotter halten sich fast ausschließlich an Gewässern auf: an Bächen, Flüssen, Teichen und Gräben. Eine große Fünfzehenspur im Uferschlamm ist ein starker Hinweis, dieselbe Spur einen Kilometer vom Wasser entfernt ein sehr schwacher.
Der Fischotter hält sich hauptsächlich im und am Wasser auf, und entscheidend ist dabei nicht die Art oder Größe des Gewässers, sondern wie nahrungs- und strukturreich es ist. Gesucht wird deshalb dort, wo das Ufer Verstecke bietet: unter Wurzeltellern, an Uferabbrüchen, unter Brücken.
Die Reviere sind lang statt breit, weil sie einem Gewässer folgen: bis zu vierzig Kilometer Gewässerlauf beim Rüden, etwa zwanzig bei der Fähe. Dazu kommen enorme Tagesstrecken, beim Rüden bis zu fünfunddreißig Kilometer in einer Nacht. Eine Otterspur ist deshalb meist eine Durchreise und kein Beleg dafür, dass das Tier in der Nähe bleibt.
Otter sind nachts aktiv und leben überwiegend einzelgängerisch. Am Tag bekommt man sie nur zu sehen, wenn sie sich ungestört und sicher fühlen. Wer die Art nachweisen will, sucht am Morgen die Uferstreifen ab, nicht das offene Wasser. Wie der Uferschlamm dabei hilft, steht im Ratgeber zu Tierspuren im Schlamm.
Die Reviergrenzen markiert der Otter mit Kot. Genau das macht die Losung zum verlässlichsten Zeichen: Sie liegt absichtlich auffällig, dort, wo sie gesehen werden soll.
Aussagekräftiger als der einzelne Abdruck sind die übrigen Zeichen. An steilen Uferböschungen legen Otter Rutschbahnen an, glatt gedrückte Rinnen, die direkt ins Wasser führen.
Die Losung, im Fachjargon Losung oder Spraint, wird an auffälligen Stellen abgesetzt: auf Steinen, Baumstümpfen und unter Brücken. Sie enthält Fischschuppen und Gräten und riecht charakteristisch.
Der Fischotter war in Deutschland weitgehend verschwunden und breitet sich seit einigen Jahrzehnten wieder aus, vor allem im Osten und Nordosten sowie in Bayern. Er steht unter strengem Schutz.
Hinterpfote. Die Vorderpfote ist kleiner und zeigt die Schwimmhaut weniger deutlich.
Gemessen wird vom hintersten Punkt des Abdrucks bis zur vordersten Zehenspitze, ohne Krallen.
An Land bewegt sich der Fischotter hüpfend und watschelnd. Der kräftige Schwanz schleift dabei häufig mit und hinterlässt eine schmale Rinne zwischen den Abdrücken.
Typisches Fährtenbild: Kurze Wechsel zwischen Wasser und Ufer, oft mit Rutschbahnen an steilen Böschungen.
Diese Spuren werden am häufigsten mit der Spur vom Fischotter verwechselt.
Marder hinterlassen dieselbe Zehenzahl, aber einen deutlich kleineren Abdruck ohne Schwimmhaut. Ein Abdruck über fünf Zentimetern am Ufer spricht gegen sie.
Die Hinterpfote des Bibers ist mit dreizehn bis sechzehn Zentimetern erheblich größer und die Schwimmhaut reicht bis zu den Zehenspitzen. Beim Fischotter bleibt sie ein schmaler Steg zwischen den Zehen.
Auch die Nutria hat Schwimmhäute an den Hinterfüßen, bei ihr bleibt aber die äußere Zehe frei. Ihr Abdruck ist länger und schmaler als der rundliche des Fischotters.
Spuren vom Fischotter findest du vor allem in diesen Lebensräumen. Am deutlichsten zeichnen sie sich auf den genannten Untergründen ab.
Kleine, rundliche Spur mit fünf Zehen im Bogen um einen dreilappigen Ballen. Fast immer als Zweiersprung im Muster.
Sehr große Hinterpfote mit Schwimmhaut zwischen den Zehen. Oft verwischt die Schleifspur des Schwanzes den Abdruck.
Die Angaben auf dieser Seite sind gegen die folgenden Quellen geprüft. Maße sind Spannen: Einzelne Abdrücke können je nach Untergrund und Tier davon abweichen.
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